#19: Wie begehren und lieben wir im digitalen Zeitalter, Johanna Degen?

Shownotes

Teach Love

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00:00:27: Eigentlich alle Leute, die parasozial involviert sind sagen cooler wär's face-to-face.

00:00:32: Also man ist da aus nem Substitut!

00:00:35: Man isst dann nicht weil man denkt das es der beste ist am allerschönsten einsam zu sein und viele Influencer anzugucken.

00:00:41: Das sagt niemand sondern jeder wünscht sich der Zustand der Welt wäre anders.

00:00:46: Und dasses müssen wir adressieren.

00:00:48: Ursachen und Mechanismen Nicht Symptome.

00:00:50: dann eine App löschen ja gut ändert nix.

00:01:04: Herzlich willkommen bei AFK away from keyboard.

00:01:07: Mein Name ist Diana Kinnert, ich bin Politikerin und Publizistin und Mitglied des hier Gastgebenden Rates für digitale Ökologie.

00:01:15: Heute spreche ich mit der Sozialpsychologin Johanna Degen – mit aktueller Forschung im Bereich Intimität Beziehung und Sexualität an der Schnittschnelle zur Technikpsychologie Medien & Cyberspace und tätig in eigener Praxis In der systemisch integrativen Beratungen, Familienberatungen sowie Paar- und Sexualberatung.

00:01:34: Zudem ist sie Gründerin des Wissens-Transferprojekts Teach Love.

00:01:39: Und ich habe ihr eine Menge Fragen mitgebracht!

00:01:42: Was hat sich im Liebes und Beziehungsleben der Menschen in der Geschichte der Menschheit verändert?

00:01:47: Vom Heiratsmarkt über die Zeitungsannonce bis hin zu Tinder, Bumble & Hinge... ...und was hat es mit Situationships Ghosting und Lovebombing auf

00:01:56: sich?!

00:01:57: Was

00:01:57: suchen Menschen in Liebesangelegenheiten, in KI Models oder Avataren?

00:02:03: Und welchen Einfluss hat eine neue digitale Kultur und Logik des Begehrens und Datens auf die Erwartung und das Druckgefühl der Menschen im analogen Leben?

00:02:12: Wir sprechen über Onlyfans-Models, Cancelculturen und die Mailepidemic Loneliness.

00:02:18: Viel Spaß!

00:02:25: Liebe Frau Degenich freue mich sehr dass Sie heute in unserem Podcast zu Gast sind.

00:02:29: wir wollen ein bisschen sprechen über Begehre und Lieben im digitalen Zeitalter.

00:02:35: Wie hat das denn, vielleicht kann man zu einer kurzen Genese anfangen.

00:02:39: Kurz!

00:02:39: Wie hat es denn ganz früh angefangen?

00:02:41: Also wir reden heute über Tinder und irgendwelche Plattformen.

00:02:45: Es gab aber damals auch schon Heiratsmärkte.

00:02:48: Ich habe letztens Bridgerton geguckt.

00:02:49: Da wurden Leute auch schon verkuppelt.

00:02:51: Wie ging das so irgendwie los?

00:02:53: Und wann kamen dann Elitepartner und Neu.de.

00:02:57: Was haben wir heute für Plattform?

00:03:00: Genau, die Vermittlungsfunktion ist nicht neu.

00:03:03: Also früher war es dann vielleicht die Kirche oder der Dorfälteste und dann Familienfreunde Arbeitsplatz Und dann wurde das aber sehr schnell mediatisiert wie wir sagen.

00:03:14: also eine Mediatisierung hat stattgefunden.

00:03:16: Das waren dann zum Beispiel Zeitungsannunzen Dann kam auch diese Agenturen Es wurde aus diesem familiären und direkten sozialen Umfeld rausgelöst und mit dem Einzug des Internets Um die Nuller herum kamen dann eben diese Dating-Websites und später das GPS basierte Online-Dating.

00:03:35: Und das haben wir ja jetzt seit so zwölf, dreizehn Jahren machen wir das und das hat da noch mal sehr viel verändert.

00:03:41: Also man kann sagen, dass die Vermittlungsfunktion ein großer Schiff war als man in die Städte gezogen ist und man hat sich diese amerikanische Datingkultur abgeguckt weil dann das Dating stattgefunden hat fernab von den nahen verwandten und vertrauten Personen.

00:03:56: Das hat was geändert, aber da ist man dann in eine Bar tanzen gegangen zum Beispiel und hatte so ne Eventisierung vom Dating.

00:04:03: Das ist interessant weil da hat man Dates mit Bedeutung aufgeladen also man hat Kleidung gekauft sich besonders schick gemacht sehr viel Geld investiert Zeit Emotion das war ein Riesending.

00:04:14: Da gab es auch solche Narrative zb dass im heterosexuellen Setting wenn Frauen dann verliebt waren dass die vor Begeisterungen Ohnmacht fallen.

00:04:21: uns haben Frauen tatsächlich geschafft oder glaubhaft nachgespielt Und jetzt haben wir sozusagen das Gegenteil von Eventisierung.

00:04:29: Mit dem Internet wurde es dann effektiver, es wurde parallel, es wird kostengünstig gedatet also Low-Cost Efficiency Logik.

00:04:39: Also soll nichts kosten.

00:04:40: man will keine Emotionen, keine Zeit investieren Man versucht das Risiko zu verteilen.

00:04:44: und das war der zweite große Schiff.

00:04:46: Einmal ging's hin zur Eventisierung raus aus den Kernfamilien und der Nahen umgebung und dann ging es rein in so eine beschleunigte Neo-kapitalistische Gigökonomie.

00:04:57: Parallel hat sich ja doch dann auch historisch verändert, wer überhaupt für wen sucht.

00:05:01: Wenn das früher Eltern waren oder quasi also diese Selbstentfaltung dieser Fokus auf ich suche mir jetzt jemanden genau für mich aus?

00:05:10: Ich würde ja fast schon sagen so ein bisschen pervertiert.

00:05:12: Also es ist irgendwie keiner gut genug.

00:05:14: Also ich habe in Sinne der Multi-Optionsgesellschaft ganz viele Optionen.

00:05:17: Während des Früher ja ganz im Gegenteil war, ich hab eigentlich gar nichts zu melden sondern die Fürsorgegemeinschaft um mich herum entscheidet das für mich

00:05:25: Ja, und es gab ja auch noch andere Interessensgebiete.

00:05:27: Also sozusagen die Bauernhöfe zusammenzulegen, Kapital zu verteilen – das war viel milieusspezifischer.

00:05:32: Aber interessanterweise gedähten außerhalb unserer direkten Milieus.

00:05:35: aber verpartnern tun wir uns dann doch innerhalb der Milieuse.

00:05:38: also Wir gucken so ein bisschen nach links und rechts und dann bleibt der Schuss dabei sein leisten.

00:05:44: Und interessanter Weise haben wir so einen Missverständnis, der Liebe nennen wir das?

00:05:48: ... ein gut genug passende Partnerperson finden, dann würde sich unser ganzer... Wie sage ich denn jetzt mal?

00:05:57: Umgangssprachlich-Bulgea.

00:05:58: Dann würde sich unsere ganze Bullshit in Anführungsstrichen auflösen!

00:06:02: Also die Idee ist wenn die Liebe scheitert, dann fragt man nicht so sehr was kann ich an mir arbeiten?

00:06:06: oder wie können wir den Wert dieser Beziehung erhalten?

00:06:09: oder wie könnten wir uns zuwenden?

00:06:11: Was machen wir jetzt daraus?

00:06:12: Sondern wir denken wir brauchen eine andere Person und das wird schon einfacher werden.

00:06:16: und da kann ich mal spoilern wird es nicht, denn die Krise ist der Liebe inherent.

00:06:21: Also sie ist sozusagen programmatisch vorgesehen.

00:06:24: Das sind Katalysater zur Selbstentwicklung und das Vorbewusst oder Unterbewusste oder Spirituelle wie wir's nennen wollen, wird sich wieder jemanden suchen, der uns wahnsinnig triggert?

00:06:34: Oder wir entscheiden uns auf einer oberflächlichen Ebene zu bleiben, kommen dann gar nicht richtig in Kontakt, dann ist es mal ruhig und angenehm.

00:06:40: aber wer in tiefe Verbindung geht rutscht so oder so in eine transformative Seelen erschütternde Krise hinein.

00:06:49: und so soll es denn auch sein.

00:06:51: Was sind denn so ein bisschen die Ursachen für das, was sich verändert?

00:06:56: Würde man sagen naja das ist das ganze Digitale weil wir irgendwie instrumenteller und effizienter miteinander arbeiten können.

00:07:03: Ist es dieses hyperindividualisierte... Es muss sich alles irgendwie um mich herumdrehen!

00:07:08: Ist es Kapitalismus auch eine gewisse Art und Weise eben sich anreichern zu wollen mit einem Gegenüber und nicht richtig irgendwie mit jemandem in Verbindung zu gehen?

00:07:16: also kann man das so ein bißchen auseinander nehmen.

00:07:19: Ja, also wir würden ja sagen, Kontextualisieren nennen wir das.

00:07:23: Wenn ich jetzt vom Subjektsprecher rede, dann auch manchmal vom Kontext in der Psychologie... Wie würden wir das denn sagen?

00:07:29: Wir würden sagen alle Bedeutungszuweisungen sind immer auch in Aushandlungen mit dem sozialen Umfeld entstanden.

00:07:37: und da sagen wir, sind wir in einer Hyperindividualisierung und Neoliberalismus.

00:07:42: Und da ist eben Kapitalismus oder Plattformkapitalismus eine Facette Formt, wie wir denken und sind.

00:07:50: Und da spielt Digitalisierung eine große Rolle.

00:07:53: Wir sprechen zum Beispiel heutzutage nicht mehr vom sozialen Selbst.

00:07:56: Das soziale selbst ist die Komposition des Seins verstehen würden.

00:08:02: also ich weiß wer ich bin in Aushandlung mit dem wie ich sozial bin ob sie jetzt begeistert lächeln und nicken oder nicht gibt mir eine Botschaft und sagt mir, okay ich habe jetzt hier einen Satz gut formuliert oder nicht.

00:08:14: Und solche Mikro-Prozesse beobachten wir und stufen uns an ca.

00:08:18: allen.

00:08:19: Also wir haben eine soziale Positionierung und eine Idee darüber wer wir sind über soziale Validierung.

00:08:24: Und daraus entwickeln wir dann zum Beispiel auch die Orientierung.

00:08:26: was ist für mich wichtig?

00:08:27: wie entscheide ich?

00:08:29: werde ich ne Familie?

00:08:30: hab ich ne Abtreibung alle möglichen?

00:08:32: wie sehe ich aus?

00:08:33: Alle Sachen!

00:08:35: Und da würden wir heute sagen, wir reden nicht mehr vom sozialen selbst sondern vom parasozialen selbst.

00:08:39: Weil diese Aushandlung also wirklich der Kern des Seins, der passiert in Teilen digital beeinflusst und Das ist kein neutraler Ort.

00:08:48: Das Digitale hat eigene Logiken und die weben wir tatsächlich ein in dieselbige, das Material des Daseins also was wir online so lernen weil da sind ganz viele subtile Botschaften.

00:09:00: ich mache jetzt mal paar Beispiele.

00:09:01: dann wird es vielleicht einfach im Internet wirken die Dinge verkürzt und vereinfacht Und das ist angenehm für uns.

00:09:08: Dann weiß ich was richtig ist.

00:09:09: Ich bin auf der richtigen Seite.

00:09:11: Es gilt eine Atominemlogik.

00:09:12: Also man wählt nicht Trump sondern Man isst Trump-Wähler und das vereindeutigt eine ansonsten komplexe und überfrorene Welt.

00:09:20: Das ist angenehm, dann ist es kontrollierbar vorhersagbar aber es ist zum Beispiel auch von einem Business Case unterlaufen.

00:09:28: wenn ich jetzt mein soziales selbst parasozial konstituiere zb indem ich Leuten folge dann werden die zu signifikanten andern.

00:09:36: das heißt sie werden zur Orientierungspunkten die beeinflussen wie man denkt wie man sich verhält wie man entscheidet.

00:09:41: also ein Referenzwert Und es gibt keine Schranke im Gehirn, die uns davon aufhält oder abhält zu relatieren.

00:09:50: Man kann jetzt nicht sagen aber wir wissen doch das ist nicht echt und nichts hält das Gehirnen auch sozial relatiert zu sein.

00:09:57: also sie werden zu signifikanten Figuren und gleichzeitig wird dann was übersetzt in die Logik des Internets.

00:10:04: zum Beispiel wenn ich Loyalität empfinde muss sich etwas kaufen.

00:10:09: Also es ist ein bisschen Ich bin wem ich folge Und daraus leiten sich Logiken ab, wie wir verstehen dass das sein richtig ist.

00:10:18: Also wenn ich ein freundschaftliches Gefühl habe muss ich hier lange mir den Real angucken, das Liken kommentieren bestimmte Leute abwerten, Cancel Culture oder Produkte kaufen.

00:10:29: und es hat man zum Beispiel auch mit Avatarn.

00:10:30: dann wird sowas gesagt die Wenn ich diesen Avatar jetzt lösche oder aus der App rausgehe, dann wäre das ja der Tod des Gegenübers.

00:10:37: Also wird alles extrem personifiziert und alles funktioniert ungebremst.

00:10:41: Und dann kann man sich ja ausmalen was es für eine unendliche Bedeutung hat dass digitale weil es sich wirklich reinschreibt in Subjektivität In Verhalten und dann materialisiert sich das in Gesellschaft.

00:10:53: also Alles ist parasozial verwoben und wir alle haben parasozialität.

00:10:57: also es ist sozusagen Ich sage mal so, wir dürfen jetzt nicht mit dem Finger zeigen.

00:11:01: Das sind ein paar Freaks im Keller bei Mutti und die haben keine Freunde uns in parasozial involviert weil ein bisschen Parasozialität haben wir alle und viele auch.

00:11:09: mehr als gedenken

00:11:11: ist das vielleicht auch in ganz großen Digital-Debatten, die wir in ganz anderen auch politischen Themenfeldern haben.

00:11:18: So ein bisschen der Irrtum dass wir immer glauben eigentlich sind wir noch genau dieselben Analogen und das ist im Prinzip nur so eine gespiegelte Welt.

00:11:25: also wir müssen all das was bei uns analog gilt einfach nur übersetzen ins digitale.

00:11:28: und dann passt da schon weil das was sie beschrieben haben es ja im Grunde dass in der Bewegung im digitalen ein anderes selbst mit anderen Logiken sich entwickelt.

00:11:38: Also was drittes?

00:11:39: Was bedeutet das?

00:11:40: All das was wir vielleicht auch rechtlich oder kulturell vornehmen wollen oder für Strebenswertheiten oder nicht eigentlich im digitalen Neu verhandelt werden muss und nicht quasi nur eine Kopie des Analogen sein sollte.

00:11:51: Ja, absolut!

00:11:53: Und wir sollten auch überlegen was so diese Normalisierung das Digital macht zum Beispiel in der Fragmentierung von Bedürfnissen.

00:11:59: normalerweise haben wir ganzheitliche Bedürfsnisse und die werden dann auf irgendeine Art sozial reguliert.

00:12:04: ich fühle mich zB beruhigt wenn ich mit jemandem rede mit dem ich resoniere oder den ich wiedererkenne und dann habe ich vielleicht mit der Person auch Sex.

00:12:12: wenn ich Lust hab oder hat ein Kind, muss man auch keine Beziehung für führen.

00:12:16: Ist jetzt nichts Moralisches!

00:12:17: Aber im Internet fragmentieren wir Bedürfnisse.

00:12:20: Das heißt ich will mich körperlich beruhigen und gehe zur Social Media.

00:12:23: Ich möchte meine Meinung validiert haben dann gehe ich zu Reddit Und da sind Meinungsblasen.

00:12:28: Ich möchte über einen Kink ausleben.

00:12:30: geh ich zum Fussfetisch-Model Ich möchte mein Fetisch ausleben für den ich mich sonst schäme ist mache mit einem Avatar.

00:12:38: Da muss ich mich nicht schämen.

00:12:39: Also es macht da alles Sinn.

00:12:41: Aber es macht etwas auch mit dem Verständnis, was seelische oder körperliche Befriedigung ist.

00:12:48: Und da haben wir einfach ganz – ich sage noch eine andere Sache gleich zu dieser politischen Sache – aber dann haben wir eine ganz krasse Tendenz im Internet die Dinge nicht nur zu vereinfachen und zu vereindeutigen sondern auch zu extremisieren.

00:13:01: Das sehen wir bei Pornografie zum Beispiel.

00:13:03: Bei der Normalisierung von Roughsex-Praktiken.

00:13:06: also würgen es heute Minimum jugendliche Fragen.

00:13:09: Darf ich sowas hier sagen?

00:13:10: Jungliche Fragen, so was wie muss ich beim ersten Mal Analzex haben.

00:13:15: Und das ist jetzt sozusagen ... Ich will nicht eine Dystopie aufzeichnen oder agitiert darüber wirken sondern es ist mehr so ne Idee.

00:13:23: Ah wow!

00:13:23: Welche Skripte normalisieren sich eigentlich?

00:13:25: Was bedeutet das dann?

00:13:27: Es bedeutet zum Beispiel dass immer krassere Praktiken als Legitim gelten.

00:13:32: Das muss man nicht moralisch bewerten, aber darf sich das angucken?

00:13:35: Das führt dann zum Beispiel zu Unterwehr von Grenzüberschreitung.

00:13:38: also weil ich es normal finde biete ich's an.

00:13:40: Das ist kein moralisches Argument wäre ja okay wenn ich Lust habe, aber ich biete es nicht an aus Lust sondern aus einer Erwartungshaltung die ich in diese Situation rein lese.

00:13:49: und was sie noch gesagt hat mit der Politik wir haben halt eine totale Fokussierung auf Symptome und gar nicht also wirklich gar nicht Wirkmechanismen und Ursachen.

00:13:59: Und wird immer so gesagt, ja Frau Degen müssen wir nicht die eine Funktion des Sex aus den Avatarn raus machen.

00:14:06: Ne, weil das ist nur ein Mikrosegment und wir haben noch zig andere.

00:14:13: und wir verstehen immer parasoziale Mechanismen total falsch.

00:14:16: Wir sagen ja immer Medienkompetenz sagt ja immer sowas wie Ja da müssen wir mal aufklären dass online nicht real ist.

00:14:24: Aber es ist längst bewiesen, dass parasoziale Mechanismen an der Reflektion vorbeifunktionieren.

00:14:30: Also kein Jugendlicher denkt ja, Pornow ist eine Doku oder sie denken auch nicht in den Influencer ist ihr bester Freund.

00:14:37: aber das ändert nichts daran, dass das soziale Mechanismus bedient und wirkmächtig ist und deswegen ist auch keine Kompetenz das zu wissen.

00:14:45: Das ist totaler Quatsch!

00:14:46: Die Frage der Politik ist eigentlich wie geht ein würdiges Leben Wo ich nach Sozialität vertraue, sodass das Parasoziale eine technische Spielerei oder sogar obsolet wird.

00:14:58: Das müsste eigentlich langweilig werden und dafür ist auch ein guter Grund gegeben weil eigentlich alle Leute die parasozial involviert sind sagen cooler wäre es face-to-face.

00:15:08: also man is da aus einem Substitut.

00:15:11: Man is dann nicht weil man denkt dass er der beste ist am allerschönsten einsam zu sein und viele Influencer anzugucken.

00:15:17: Das sagt niemand sondern jeder wünscht sich der Zustand der Welt wäre anders.

00:15:22: Und das müssen wir adressieren, Ursachen und Mechanismen nicht Symptome dann eine App löschen.

00:15:26: Ja gut, ändert nix!

00:15:34: nicht in einer aufrichtigen, geborgenen Verbindung bin.

00:15:37: Versuche ich vielleicht über einen Strip-Club irgendwas zu konsumieren.

00:15:40: auf eine gewisse Art und Weise also dass diese Zerstreuung, diese Fragmentierung von Bedürfnissen in der analogen Welt eigentlich genauso fest, also stattgefunden hat?

00:15:48: Und dann vielleicht jetzt auch nochmal mit... Krieg und Klimakatastrophe.

00:15:52: Und mit einem krisenförmigen Leben aktuell, da natürlich noch mal so ein anderer Druck dazukommt.

00:15:58: Das was dann doch digital stattfindet eigentlich schon auch ein Spiegel ist von dem, was man hätte analog fragmentiert zu streut leben können?

00:16:05: Man kann sicherlich analog auch fragmentiert leben aber ich glaube es hätte sich nicht so verbreitet ohne das Digitale.

00:16:11: Man kann ja auch sagen, es gab's früher.

00:16:13: Da hatte irgendjemand eine Ehefrau und sechs Lavorinnen.

00:16:16: Das ist eine Fragmentierung.

00:16:18: Gab's auch, aber gab es im anderen Ausmaß und das war nicht so normalisiert.

00:16:22: Es war nicht der Standard.

00:16:23: Oh hier ist ein sexuelles Bedürfnis da gehe ich in diese App.

00:16:26: Oh!

00:16:27: Ich fühle mich gerade aufgeregt.

00:16:28: Da geh' ich in die App.

00:16:29: Ouh ich fühl mich unwohl im Streit.

00:16:31: dann regel ich das lieber über WhatsApp weil dann kann ich zu Ende ausformulieren was ich alles Gemeines sagen will.

00:16:36: Und so...das ist schon dadurch beschleunigt und ermöglicht, und es gibt wenig Korrektur.

00:16:42: Also wenn wir jetzt unser Leben zusammen verbringen würden als in egal welcher Beziehungsform dann würden sie ja wahrscheinlich sagen hey babe du bist da gerade auf abwägen.

00:16:50: ich fand's nicht cool dass du das Kaugumipapirat in Wald geschnippt hast.

00:16:54: aber aus dem Parasozialen kommt endlose Validierung weil wir der Konfrontation auch ausweichen.

00:17:00: also Trump Wähler streiten ja nicht total produktiv mit Nicht-Trump-Wählern im Internet rum Schön wär's!

00:17:07: Und Frauenmüde vom Heterophatalismus handeln das auch nicht mit Männern und Alphas aus.

00:17:14: Die reden ja gar nicht miteinander, sondern die sind in sich selbst bestätigenden Validierungsblasen... Das ist ja auch erstmal angenehm.

00:17:21: Oh ich hab recht es geht vielen anderen auch so.

00:17:23: Es liegt nicht an mir, es liegt nur an den andern.

00:17:25: Ist ein Top-Narrativ erst mal aber auf Dauer trennt es.

00:17:30: Und es macht auch nicht besonders beziehungs- oder konfliktfähig.

00:17:33: Und das sind schon diese Logiken, wo ich sage ist kein neutraler Ort.

00:17:37: Also es nicht dass gleichhopig sauer auf Männer bin und mit denen im Park rumstreite Auge in Auge macht ja auch was psychologisch... ...und dann würden wir vielleicht merken ach wir sind beides verletzte Seelen und könnten's auch nett miteinander haben.

00:17:50: Das passiert nicht im Internet weil wir haben Lagerbildung, wir haben Trennung und wir konfrontieren uns da gar nicht mit den anderen.

00:17:56: Es ist mehr so eine Logik du bist anders als ich also red' dich nicht mehr mit dir.

00:18:00: Du hast mich getriggert, also halte ich mich von dir fern.

00:18:03: Obwohl wir hier psychologisch immer sagen jeder Trigger ist eine Einladung bei sich selber zu gucken was los ist und mehr zu erfahren.

00:18:11: Also jede Beziehung wäre sofort geheilt wenn sie getrigert sind und Sie sagen cool erzähl mal mehr darüber.

00:18:16: das kann ich sicherlich verstehen.

00:18:18: Das macht aber niemand dann wär meine paar therapeutischer Drops Ende.

00:18:24: Ich habe vor Corona ja als Politikberaterin unter anderem in England dieses erste Einsamkeitsministerium mit aufgebaut und hab dann irgendwie jetzt in den letzten Jahren viel zum Thema Einsamkeit gearbeitet, aber nicht quasi auf diese oberflächliche Art.

00:18:37: Wir haben viele Witwa- und viele Senioren und deren Einsamheit ist von der Abwesenheit der anderen geprägt, sondern eigentlich warum sind vor allem so junge Menschen einsam?

00:18:45: Die eigentlich mit sozialer Quantität zu tun haben, die einfach viel interagieren und so... Und da sind mir ein paar Sachen aufgefallen wie es einmal eine Studie gefallen, wo es darum ging dass wir unsere Haustiere nicht mehr Rex und Bello nennen sondern Anja und Paul.

00:18:59: Also das da ja auch eine Humanisierung in der Betitelung unserer Haustier stattfindet, wo die These dahinter sein könnte, dass das auch was Kompensatorisches hat also mir einzureden, dass ich eigentlich ne menschliche Verbindung habe sie aber natürlich wie bei einem Avatar vielleicht kontrollieren kann weil das gegenüber von mir abhängig ist.

00:19:18: und dann hab' ich so Beispiele erlebt wie das wir bei Projekttagen mit Schulklassen Leute gefragt haben, also die ganzen Kinder gefragt haben ob sie gute Freundeskreise haben oder viele Freunde haben.

00:19:26: Ob sie einen besten Freund haben und so.

00:19:28: Und da ist uns aufgefallen dass das über die Jahre hinweg eigentlich immer gleich stabil ist.

00:19:33: Also die bejahen das alle.

00:19:35: aber bei der Frage kannst du deinem besten Freund alles sagen?

00:19:38: Es gibt auf einmal eine große Differenz weil früher in den Achtziger-Ninzigern haben alle gesagt na klar darum isst er ja mein bester Freund weil ich alles sagen kann.

00:19:45: und heute habe ich irgendwie mehr und mehr das Gefühl gehabt dass die sagen Naja natürlich nicht!

00:19:50: Ich will dem ja nicht zur Last fallen ersetzt werden.

00:19:52: Und in so einer Social-Mediawelt, wo man eben auch in seiner Multioptionsgesellschaft sich ja quasi vermeintlich aussuchen kann mit Millionen Leuten befreundet zu sein, wächst auch der Druck auf einen selbst halt nicht zur Last zu fallen?

00:20:04: Das sind schon sehr moderne Phänomene die man früher so nicht kannte finde ich.

00:20:09: Sehen wir sehr viel!

00:20:10: Man möchte nicht zur last fallen und versucht sehr viel monetär zum Beispiel zu regeln.

00:20:15: und es ist eine kluge Frage von ihnen und man könnte dann noch weiter fragen würdest du dich jemandem Anlasten, zumuten.

00:20:23: Könntest du bei deinem Freund vier Wochen wohnen?

00:20:26: Die meisten sagen nicht!

00:20:27: Man hat irgendwie so jemand Vertrautes aber es ist nicht belastbar und dann kann's ja auch mit vom Avatar ersetzt werden wenn ich so oder so bei niemand auf dem Sofa schlafen könnte weil alles ist jetzt eine Grenzüberschreitung obwohl wir auch von einer anderen Ebene alle Grenzen überschreiten.

00:20:40: also das ist ja irgendwie so.

00:20:40: gleichzeitig Konsens wird total betont, aber Konsens eingehalten wird null.

00:20:45: Das ist ganz interessant!

00:20:46: Da sind ja irgendwie immer diese Gegenteilregel, sag ich immer.

00:20:48: Je lauter der Konsens wurde, desto verrückter wurde die Praxis.

00:20:51: Interessant hat sich irgendwas umgedreht.

00:20:53: Ja und dann wollte ich noch sagen für Babys.

00:20:56: Viele nennen auch ihre Hunde jetzt sind das ihre Kinder-Kinderersatzobjekte oder sowas?

00:21:03: Und da ist auch viel gestrahlt im Internet drüber.

00:21:05: also inwiefern ist es das gleiche, wieviel darf man lassen, Ja, aber ich würde sagen das Soziale ist weniger belastbar geworden und in dieser Individualisierung misstrauen wir ja auch total.

00:21:15: Niemand würde seinem Arbeitgeber vertrauen.

00:21:17: Niemann rechnet damit dass man sich in der Krise auf so jemanden verlassen kann.

00:21:22: Wir verlassen uns nicht auf unsere Familien, wir verlassen es nicht auf Freundeskreise.

00:21:26: Wir haben immer eine mitschwingende Angst von ... Erodierung?

00:21:34: Ist das ein deutsches Wort ?

00:21:36: Ist das beziehungsfähige selbst in der Krise?

00:21:39: Also ich mach mal in der Digitalisierung, bin ich jetzt mit dem Fall irgendwie so ein bisschen betraut.

00:21:43: Dass man durch KI ja soziale Prozesse wegrationalisieren kann?

00:21:48: Ich bin krank.

00:21:48: früher rufe ich meinen Chef an und sage ich bin leider krank.

00:21:51: Ich hoffe ihr kommt alleine gut klar.

00:21:52: dann sagt der Chef macht dir keine Sorgen wird erst mal gesund.

00:21:55: im besten Fall natürlich.

00:21:56: So kann auch andere Fälle geben aber man hat irgendwie so einen Vergewissern des Gesprächs von beiden Seiten.

00:22:01: Der Chef hat das Gefühl es ist gut dass du mich anrufst und irgendwie sagst das es dir für uns leid tut.

00:22:08: ungefähr so findet ein sozialer Prozess statt, der natürlich auch negativ sein kann wenn da Druck ausgeübt wird und so weiter.

00:22:14: Aber in dem Moment in dem ich heute einfach nur meinen Krankheitshaken bei Excel irgendwie eintrage und dann komme wenn ich komme und dieses Gespräch nie stattgefunden hat habe ich ja das Gefühl dass wir in dieser KI-Zeit etwas tun was wir bei Nachhaltigkeit auch schon falsch gemacht haben nämlich dass bestimmte Kosten in der Rechnung nicht auftauchen.

00:22:32: also beim nachhaltigkeit hat man ja irgendwie gedacht wir verzichten hier so bisschen auf Umweltschutz zu tun, irgendwie dann doch weil das fällt in der Rechnung am Ende doch auf.

00:22:41: Und bei diesen sozialen Dingen haben Unternehmen und auch eine Politik irgendwie das Gefühl klar dass spart total viel wir sind effizienter und produktiver aber das im Grunde genommen am ende uns etwas zulasten fällt nämlich dass sich Leute nicht aufeinander verlassen, dass man bei Fachkräftemangel irgendwie eben kein größeres Vertrauen zueinander hat, also es schwingt ja jetzt in den ganzen Debatten dieser Vorruf mit bei Freizeit, Teilzeit, Krankfeiern

00:23:05: usw.,

00:23:06: Trauen ist.

00:23:07: Und hat das was damit zu tun, dass wir vielleicht auch in so digitalen Prozessen wo wir versuchen etwas zu rationalisieren beziehung an sich eigentlich degradieren oder gar nicht uns bewusstes wie wichtig es eigentlich ist?

00:23:20: Also es gibt auf jeden Fall ein großes Missverständnis davon was wertvoll ist und was nicht.

00:23:24: und es ist ja immer so es funktioniert ja nichts value based also nichts wertebasiert.

00:23:29: es kann funktionieren wenn es nichts kosten darf.

00:23:31: es ist nie ein glückliches By-Product, also es ist bei Diversity auch passiert.

00:23:36: Es ist halt toll wenn man dann mehr verdient.

00:23:38: Dann packen wir eine Frau in den Aufsichtsrat vor allen Dingen weil wir gesehen haben das auch Umsätze steigert oder weil wir dann Stakeholder attraktiver sind.

00:23:46: Oder weil wir müssen uns sonst Strafen zahlen oder so welche Sachen.

00:23:49: aber da so funktioniert das nicht.

00:23:50: Also der Wert ist ja nur wertvoll wenn er was kosten darf.

00:23:53: und Sozialität haben wir mit Füßen getreten.

00:23:56: Und jetzt haben wir eine Erosion.

00:23:59: Also ich würde sagen, ein fundamentales Misstrauen.

00:24:01: Und das führt ja auch zur Polarisierung zu politischen Schieflagen, totale Einsamkeitskrisen in allen Altersgruppen.

00:24:08: und dann sucht man händeringend über Digitalis das auszugleichen aber es schafft man immer nur als Schnulli.

00:24:17: Man ist kurz selbst beruhigt, aber man hat ja immer noch keine soziale Einwettung.

00:24:21: Man stirbt nicht satt und zufrieden.

00:24:23: also die Desktops, die wir machen mit sterbenden Menschen, die bereuen alle die Zeit online Es hat noch, nur beim Gaming nicht.

00:24:29: Es gibt manche Gamer die sagen es war eine geile Zeit und ich hab mich ausgelebt und das war ein schöner Teil von meinem Leben.

00:24:34: der hatte psychologische Funktionen und ich hatte ne Community.

00:24:37: aber bei allem anderen eigentlich wo man... ...nicht Musik produziert.

00:24:42: oder also wenn man das Digitale sich aneignet um zu leben ist ja kein Problem.

00:24:47: Aber immer dann wenn man sich konsumieren lässt das fällt auf Dann stirbt man weniger satt.

00:24:52: Also in der Regel bereut man dasselmann konsumiert wurde.

00:24:55: Aber ansonsten ist das wirklich die Unterscheidungslinie.

00:24:58: Konsumiere ich, dass Digitale umzuleben?

00:25:00: Oder ist mir das passiert, dass ich konsumiert wurde?

00:25:02: und das ist sozusagen der Trend, man wird immer mehr konsumieren.

00:25:05: Man hat so das Gefühl, die Zeit rinnt durch die Finger sagen sogar Kinder schon.

00:25:09: Ich fühle mich irgendwie unwohl, hab Nackenschmerzen, werd immer dicker.

00:25:12: sagen wie auch oft tut mir körperlich nicht gut Und ich weiß gar nicht wo die letzten sechs Stunden hin sind.

00:25:18: Die sagen nichts war eine total schöne zeit.

00:25:20: bei Social Media habe ich richtig genossen.

00:25:22: Jemanden mal noch ein bisschen konkreter durch die Felder.

00:25:25: Ich habe schon vor zwölf Jahren mein ersten Tinder-Account gehabt und da gibt es ja... Also was sind so ein bisschen diese verführende Proargumente?

00:25:33: In meinem Fall war's ganz klar, ich bin lesbisch, ich kam aus einer mittleren Stadt.

00:25:37: das finde ich da nicht so direkt!

00:25:39: Ich wollte nicht in irgendeinen Lesben kapurvt, da hatte ich Angst vor.

00:25:43: aber ich gehemmt dass sich das dann so ein bißchen googeln konnte, dass man auch was Sex allgemein angeht oder auch wie sich der eigene Körper verändert so ein bisschen irgendwie vorgugeln kann.

00:25:54: Das gibt einem ja auch eine Beruhigung, man findet dann in anonymen Foren vielleicht Leute die das gleiche Problem haben?

00:26:00: Dann konnte ich das erste Mal auf einer Dating App sortieren, dass sich nicht möchte, dass mir Jungs angezeigt werden, so ungefähr... Also es hat ja schon auch Vorteile!

00:26:08: Ja also ich finde der Vorteil, dass mein Männer beim Dating umgehen kann ist aber schon ein großer Vorteil!

00:26:18: Genau, also es gibt ja total viele Vorteile.

00:26:21: Und eins ist ja jetzt auch ein total ernstes Thema.

00:26:24: Entschuldigung!

00:26:25: Ist das man als marginalisierte Gruppen und es ist bis heute wichtig zu Griff kriegen kann auf Gleichgesinnte?

00:26:32: Das gilt ja auch... Es gibt total viele schöne Geschichten übers Internet.

00:26:37: Es gibt ja auch ganz viele Frauen die zum Beispiel total feministischen Porn ausleben mit ihren Avatar-Lavern.

00:26:44: Das ist ja mega cool, dass man auch dann so heteronormative Machtverhältnisse überwinden kann.

00:26:49: Aber die Masse nutzt es so nicht!

00:26:51: Die Masse nützt es sodass man Avatare im Kindchenschema darstellt und sich bei Reddit darüber totlacht wie man Vergewaltigungen mit denen nachspielt und die trotzdem submissiv und dankbar sind.

00:26:59: Also das ist immer die Frage, es hat ja das Potenzial.

00:27:02: Viele haben schon Ehe-Krisen oder Lebenskrisen über Tinder kompensiert, haben Ringbogenfamilien gegründet... Viele Tinder-Babys, es hat ein totales Potenzial.

00:27:13: Man konnte zum Beispiel auch in der sexuellen Identität... ...man kann sich ausprobieren andere Pronomen verwenden man kann mit den Profilen spielen.

00:27:20: also sehr viele angeeignete Modi die wichtig sind.

00:27:23: auf Social Media ist auch ein Riesenpotential das Entgrenzte wissen.

00:27:27: ich finde es zum Beispiel voll cool dass man über Instagram und TikTok aus allen politischen Parteien die Parlamentsreden hören kann.

00:27:34: Die zeigen ja bei ARD gar nicht alles.

00:27:37: Und das finde ich, ihr hattet auch ein widerständiges kritisch theoretisches Potenzial was super attraktiv ist.

00:27:41: und meine Studis sagen dann oft oh wir haben gesehen sie folgen ja auch dem und dem Politiker und dem und den.

00:27:48: oft sind die dann verwirrt davon weil ich benutze dass war mich interessiert und die denken es eine Selbstaussage.

00:27:54: also ihr könnt mich finden im Internet.

00:27:56: Ich folge allen möglichen Flat Earth Preppern aus den USA, also Trans-Onlyfansmodels weil mich diese Blasen interessieren.

00:28:06: Aber interessanterweise wird es gelesen wie eine Selbstaussage und das Entgrenzte finde ich total schön.

00:28:13: Also seid doch in eurer Meinungsblase und in der die das Gegenteil argumentiert.

00:28:17: Das find ich total spannend!

00:28:18: Das hat ja auch kommunikatives Potenzial.

00:28:20: aber man muss jetzt einschränken dazu sagen okay dass Anonyme ist noch cool Man kann ja ChatGPT alles fragen und es wird auch viel über Sex gefragt.

00:28:29: Aber wir haben zum Beispiel die Antworten analysiert in einer Big, also Big Data Set Und die sind halt total rassistisch, sexistisch heteronormativ, frasenhaft, überfordern gesundheits- und risikoorientiert.

00:28:44: ChatGAPT sagt

00:28:44: z.B.,

00:28:45: was das wichtigste am Sex ist nicht krank zu werden.

00:28:48: Oder wenn man sagt, muss ich eigentlich verhüten?

00:28:50: Sagt der benutzen Kondom.

00:28:51: Total heteronormativ!

00:28:53: Das... oder also eine Frage hat er aber gut geantwortet.

00:28:56: Da hatten wir von Kindern mit der Profa Fragen gesammelt und in den Chat eingegeben Und da hat einer so süß gefragt Muss ich Kondomen tragen oder ist es egal?

00:29:05: In der Chatsohne ist es echt nicht egal.

00:29:08: Aber alle anderen Antworten waren crazy.

00:29:11: Also zum Beispiel hat ein Mädchen gefragt Kann ich Sex haben, wenn ich menstruiere?

00:29:15: Dann hat der einen vierseitigen Notfallplan ausgespuckt.

00:29:21: Du solltest dich auf STA's testen lassen, also geschlechtlich übertragbare Krankheiten machen Blutbild!

00:29:26: Du brauchst ein wasserdichtes schwarzes Laken und du solltest Handtücher dabei haben sich vormund nach dem Sex duschen.

00:29:31: Also dieses Bild von menstruationssex war wild Und es sind nicht neutrale Informationen, die wir da bekommen.

00:29:38: Also das Anonyme und Entgrenzte hat Potenzial.

00:29:41: Es kommt aber keine neutrale Antwort sondern es kommt meistens eine vereindeutigte polarisierte vulgarisierte fragmentierte neoliberale Antwort, die von Macht eingefärbt ist.

00:29:54: Das ist schade!

00:29:54: Wir könnten's aber widerständig nutzen.

00:29:56: Wir können ja viel queer feministischen Porn produzieren und nur konsumieren so lange es Lust macht und miteinander total viel diskutieren.

00:30:06: Könnten wir?

00:30:07: Das ist ja das generelle Problem an KI, dass das Intelligente nicht ist.

00:30:12: Dass es irgendwie vorzeichnet Elite-Intelligenz sondern, dass es so eine verdurchschnittliche Verflachung von dem dominanten Material da ist.

00:30:20: und wenn's eben zentrisch oder wie auch immer ist dann ist es genau so.

00:30:23: ich will noch mal auf insgesamt diese Phase zurück von jungen Menschen die quasi sich dann da orientieren.

00:30:30: Macht das auch Angst?

00:30:32: Also ich habe letztens mit einem Psychologen darüber gesprochen, wenn Kinder heutzutage Tiere malen und so dass die viel weniger Details haben als in früher Kindertiere gemalt haben.

00:30:41: Weil man einfach so viel verhafteter war in eigener Fantasie!

00:30:44: Und wir sind ja jetzt durch Smartphones und alles andere in so einer... Dixierung von Bild, was uns vorgegeben ist.

00:30:50: Dass man halt gar nicht mehr so richtig träumt und neugierig irgendwie rum fantasiert sondern alles so vorgegen ist.

00:30:57: Und das viel lässt mich zu dieser Frage fühlen ob wenn wirklich jeder elf zwölfjährige eigentlich da schon mit seinem Smartphone wirklich ganz viele direkte Zugänge hat auch zum Material dass vielen vielleicht gar nicht freigestellt sein soll schafft es doch auf gewisse Art und Weise einen Druck.

00:31:10: also es gibt doch diese Zahlen dass die Leute immer später Sex haben und nicht früher wie man so gedacht hätte

00:31:16: Das ist ja eine große Frage, also ich fange mal an.

00:31:19: Das Digitale hat ein total hohe epistemische Autorität.

00:31:22: das heißt es kommt uns sehr wahrhaftig vor und auch überlegen.

00:31:25: das führt zum Beispiel zu einer humanoiden Unterwerfung.

00:31:29: Also wir fühlen uns impotent gegenüber der KI was zb dazu führt dass wir sagen oder junge Leute sagen oft Ich verstehe den Text nicht der da rausgekommen ist.

00:31:39: Das ist ja auch oft frasenhaft total redundant.

00:31:41: Also ich sag immer, wenn ihr mal über die KI hinwegkommen wollt dann lest doch mal genau was da steht weil das ist meistens ja total verrückt.

00:31:48: Aber dann sagen Menschen Ich verstehe es nicht.

00:31:51: aber ich glaube die KI hat recht.

00:31:53: oder auch Social Media Inhalte werden als glaubhafter wahrgenommen als Hinweise oder Empfehlung von Freunden offiziellen Kanälen und Familie.

00:32:05: Zum Beispiel unter der Pandemie, ob ich mich impfen lassen oder nicht hatte total viel damit zu tun in welchen Social Media Blasen?

00:32:10: Ich war weniger mit der Familie!

00:32:13: Und das andere ist es natürlich Schränk ganz Fantasie ein und Bilder wirken total formend und an der Reflexion vorbei.

00:32:21: Man guckt sich ein Porno an, man weiß das ist keine Doku aber man vergleicht sich trotzdem.

00:32:26: Und das Skript hat man so gelernt und auch nicht nur beim Porno, auch bei anderen Medieninhalten.

00:32:30: Es sind ja überall Botschaften was Intimität ist, was Beziehung ist, Was Sexualität ist und davon lernen wir.

00:32:39: Jetzt gerade auch therapeutisch gesprochen entstehen dadurch ja auch erotische Verengungen.

00:32:44: also jetzt wird es aber detailliert.

00:32:47: liebe Zuhörerinnen Sie können ja mal darüber nachdenken, wenn sie über den Point-of-No Return kommen wollen.

00:32:53: Wenn sie ein Orgasmus haben wollen, falls sie das tun, dann denken die wahrscheinlich an irgendeine Schlüsselszene.

00:32:59: Das kann total genussvoll und schön sein, es kann aber auch verengt sein.

00:33:03: Und wenn Sie jetzt sagen, ich habe da eine Verengung, ich muss immer an was ganz Bestimmtes Denkungen.

00:33:07: Ich mag vielleicht gar nicht mehr die Szene.

00:33:09: Dann ist die oft gekoppelt an irgenden krasses Erlebnis oder ein krasses Bild.

00:33:14: Ganz viele erwachsene Menschen fantasieren über Jahrzehnte gedrängt, also quasi gezwungenermaßen über ganz bestimmte erotische Szenen die sie zum Beispiel mal aus einem porno haben der ihnen gezeigt wurde den sie aber gar nicht sehen wollten oder denen sie sehen wollten aber nicht wussten was sie damit tun.

00:33:31: und Wir sind ja null Prozent medien- oder pornofreundlich, aber wir sagen einfach, wir können das nicht so bagatellisieren.

00:33:38: Und die meisten reden eben nicht drüber.

00:33:39: Es ist ein riesige Dunkelziffern, da sieht man nur in der Sexualtherapie und selbst in der Sexualtherapies.

00:33:44: bis damals jemand sagt, ich habe eine komische Fantasiverengung.

00:33:47: Das ist auch schon viel Arbeit!

00:33:48: Also es ist wirklich ein Massenphänomen und das kommt von diesen krassen Bildern, die wir früh sehen und die formen total.

00:33:55: Wir sehen das ja auch.

00:33:56: jetzt haben die Leute weniger Sex.

00:33:57: also Sex ist überall.

00:33:59: Aber das sinnliche Leben ist uns irgendwie entglitten.

00:34:01: Wir versuchen Resonanz zu erzwingen und sie will irgendwie nicht mitmachen.

00:34:05: Macht ja auch Sinn nach der Theorie, ne?

00:34:06: Man kann sie nur einladen, nicht kontrollieren!

00:34:09: Und irgendwie haben wir einen Misstrauen daran dass es gut wird.

00:34:12: und wir sehen ja auch das ist jetzt nicht unbedingt so... Also es wird oft schnell moralisiert.

00:34:16: Es wird gesagt die jungen Leute haben ja später Sexes.

00:34:18: gut weiß ich nicht weil die sind vermeidend.

00:34:23: Also klar ist sicheres Verhalten schön, vielleicht.

00:34:26: Aber so sehr vorsichtig zu leben, Risikobeton oder auch zu denken da gibt es gar nichts Tolles zu holen weil wir diese Konsensprobleme haben, weil wir eine totale Verbreitung von krassen Praktiken haben, Weil wir nichts mystisches Transcendentes Wunderschönes mehr erwarten von gar nichts finde ich jetzt nicht so erfreulich.

00:34:45: also Ich wäre auch sehr vorsichtig.

00:34:46: Sie haben's jetzt auch gar nicht gemacht.

00:34:48: aber manche sagen immer so Ist doch alles gut die haben später Sex.

00:34:53: Ja,

00:34:53: meine Tese geht ja eher ins Gegenteil.

00:34:55: Ich bin in den letzten Jahren so extrem Kapitalismus fixiert, so Eva Illos-mäßig, dass ich das Gefühl habe überall da wo eigentlich einen Thementitel drauf steht... Da geht es gar nicht mehr um den Titel.

00:35:07: Also wenn's irgendwie um Spiritualität geht dann machen die da irgendwie im Bali irgendwelche Pilatespervertierungen, die nichts mit Spiritualität zu tun haben.

00:35:15: Wenn wir über Gesundheit sprechen in diesen ganzen Longevity Geschichten Dann ist da irgendeine Selbstoptimierung eine Selbstübersteigung zu tun hat, die auch nichts mit einer Körperbeziehung zu tun.

00:35:25: Und überall wo Sex steht da geht es für mich viel öfter halt um Anerkennung und Macht und ganz andere Dinge als wirklich sowas Lustvolles.

00:35:32: kann man das so generell sagen dass gerade in diesem ganzen Beziehungsbegehrens irgendwie fällt obwohl das irgendwie prominenter und dominanter vielleicht auch irgendwie wird dass die richtigen oder richtig ist das falsche Wort aber dass einfach viele andere Themen eine Rolle spielen.

00:35:47: Ja, also ist eine Instrumentalisierung.

00:35:49: Sehen wir ja auch viele gerade junge Frauen und flinter Personen haben Sex nicht für den Sex die haben ja auch kein Itch, also sozusagen keine impulsive Sexualität oft in der statistischen Tendenz.

00:36:00: Jetzt will ich keinen Shitstorm auslösen und haben dann den Sex zum Beispiel um Anerkennung zu bekommen, um sich in ihrer geschlechtlichen Rolle erfahrbar zu machen, um ein zweites Date wahrscheinlich zu machen ,um einer Vergewaltigung außenweg zu gehen weil es cool ist.

00:36:15: Also wir haben das ganz oft dass wir auch mit Lehrkräften in einer sexuellen Bildung zu tun haben die dann so sagen Ich habe da nichts, weil es wird ja immer gesagt Ja die Lehrer sind zu spießig deswegen denken So sehe ich gar nicht, sondern die sind besorgt.

00:36:28: Die sagen, ich habe gar nichts dagegen, dass sie alle miteinander Sex haben.

00:36:31: Aber haben Sie nicht?

00:36:32: Aber was ich dann sehe ist das vulnerable Gruppen zum Beispiel Gruppensex anbieten.

00:36:36: aber da geht es nicht um eine Frau nimmt sich alle Penisse, die sie will.

00:36:40: Ich bin auch selber Feministin, sagen die dann

00:36:42: z.B.,

00:36:43: Sondern ich sehe, die macht das weil die sonst gemobbt wird, aber danach wird die noch mehr gemoppt und dann wird das auch noch unter einem quasi feministischen Narrativ verbreitet.

00:36:51: Und das Sexarbeit ist heutzutage ja so mit Feminismus zum Beispiel bei Onlyfans gleichgestellt worden.

00:36:58: oder diese Narrative werden sehr viel benutzt und dass er erst mal cooles Sexarbeit zu entstigmatisieren, sich darüber immer anzipieren.

00:37:05: aber wenn es natürlich sozusagen die Mainstream-Geste gegenüber Männern ist ich schlafe noch mit euch aber wenigstens kriege ich Geld dafür.

00:37:13: Da sitzen meine Studis mit Merchandise, Sexarbeit-Merchandises in der Uni.

00:37:16: Der steht drauf Ja I got laid but at least i got paid.

00:37:20: Ich sag mal was steht denn auf deinem Pulli?

00:37:22: Ja ich schlafe nicht mehr umsonst mit Männern!

00:37:24: Ich kann dir sozusagen den Scham daran verstehen.

00:37:26: aber mein klinisches Herz macht sich auch Sorgen und da... Die Lehrkräfte erzählen, was ähnlich differenziert ist.

00:37:32: Das ist nicht Moralisierung von der spießigen Generationen!

00:37:35: Sie beobachten auch eine Schieflage und dies qualitativ wie sie gesagt haben.

00:37:39: Es geht nicht um die moral sondern... Was ist da los?

00:37:42: Sind die in einer sinnlichen Aushandlung oder passiert da irgendwas anderes?

00:37:46: Ist es wieder ein patriarchales Narrativ das sich jetzt auch in feministischen Narrativen versteckt hat?

00:37:53: Also ist es wieder eine verfügbar Machung wenn jetzt Rapperinnen sagen, sie lassen sich ficken müssen, die ohnmächtig sind.

00:38:01: Also, wir müssen ganz nuanciert und vorsichtig sein.

00:38:03: Was wird einem gerade als Feminismus verkaufen?

00:38:05: Was steckt

00:38:06: drin?".

00:38:07: Sie hatten jetzt gesagt es ist oft was anderes drin.

00:38:09: ich sag oft Wir haben die umgekehrt Regel je mehr diversity drauf steht desto weniger ist es in den Werten verankert zum Beispiel.

00:38:15: aber sie haben vielleicht mehr recht Es ist nuancierter Aber auf jeden Fall ist überhaupt nicht und das ist schwierig.

00:38:22: Wenn das widerständige kritisch-theoretische wording benutzt wird, um zu unterdrücken ist es eine ganz schön dreckige und undurchsichtige Angelegenheit.

00:38:30: Weil dann muss man ja hermeneutische Mechanismen analysieren und wer dafür heutzutage zahlt?

00:38:35: Vielleicht fünf Leute.

00:38:37: Wenn wir so ein bisschen über diese ganzen Veränderungen auch in Pornobildern und zu sprechen, dann sind das ja Dinge wo viele Leute sagen würden Es ist immer noch so ein bißchen randständig weil in der Mitte der Gesellschaft reden wir noch nicht so richtig drüber.

00:38:49: aber Wir haben doch zum Beispiel dieses große Aufkommen der Bumps-Formate.

00:38:53: Also diese ganzen Reality TV Geschichten, die mal ursprünglich so süß angefangen haben mit dem Bachelor, der seine Rose verteilt und heute ist es eine eigene Szene von Leuten wo fast schon dazugehört dass sie in der ersten Episode den neuen Staffel da im Boom Boom Room sind und da wieder Sex haben usw.

00:39:09: also da verlagert sich das auch irgendwie so ins Nachmittagsprogramm Da reden ganze junge Generationen drüber.

00:39:16: Das ist doch auch ne Verbreiterung dessen eben so kulturelles Skripte eigentlich ablaufen und die auch wirklich mitten im Mainstream eine Rolle spielen, nicht nur auf U-Porn.

00:39:26: Ja absolut!

00:39:27: Und wir haben ja auch, ich nenne das so Vulgarisierung ist aber auch gar nichts böse gemeint sondern es ist ja inzwischen schon... Es gibt inzwischen sogar so Aufklärungsbücher, da sind ganz explizite Praktiken abgebildet.

00:39:37: Kings oder das gehe ich auf einer Konferenz hat eine gesagt es ist an der Zeit dass wir King normalisieren und in Kinderbüchern abbilden, dass man auch so Pet Play macht also die Oma geht dann durch den Park spazieren und hat im Pet Play zwei ihrer Sklavenhunde alleine Männer mit Masken oder Frauen ist ja egal.

00:39:58: Und ich finde ich bin ja super positive natürlich als Sexualtherapeutin.

00:40:03: Gleichwohl finde ich nicht das Musselskinderbuch als normale Praktik, weil wir nämlich sehen dass es total normalisiert.

00:40:09: Und klar wenn die dann im Bum-Bum-Ruhm sind, dann normalisiert das... Wir suchen ja auch beim Sex technisch und vulgär was wir in der Qualität und im Mystischen nicht mehr erleben und langweilen uns dabei.

00:40:23: also wir machen dann wir hoffen jetzt mach' ich's aber ganz wild mit vier Leuten im Handstand mit drei Beinen hoch!

00:40:29: Dann muss es gut sein.

00:40:30: Das will aber nicht sich einstellen, weil man so funktioniert Resonanz nicht.

00:40:34: Und damit meine ich nicht, man soll nichts Wildes machen!

00:40:37: Aber ich kann sozusagen nicht technisch erreichen was sich über Transzendenz herstellen müsste.

00:40:42: Ist

00:40:43: es etwas das sich dann quasi in... In Triggermomenten, der Erregung in irgendwie Fantasien auch auf die Art und Weise radikalisiert oder ist das eben das Gleiche dass sich ja dann auch im Gewalt radikalisiert?

00:40:54: Also irgendwie... Dann ist diese Art der Unterdrückungen der Unterwürfigkeit zu wenig.

00:40:59: Da muss es auch krasser werden!

00:41:01: Und da haben wir nicht mehr nur diesen Marktplatz ohne Internet von zehn Leuten um mich herum sondern kann ich es digital ausleben, habe viel größere Zugriffaufdinge, kann das mit Avatar noch krasser pervertieren.

00:41:13: also auch irgendwie, also nicht nur Radikalisierungsspiralen in Fantasien die vielleicht konsensual sind sondern auch tatsächlich in so Ausbeutungs- und Gewalt irgendwie Tendenzen.

00:41:24: Ja das ist so wenn wir damit konfrontiert sind.

00:41:27: deswegen ich sage auch oft jetzt auch bei den Appstienfalls guckt mich zu sehr hin weil es hat so Abnutzungseffekte man braucht halt immer krasseres Stimuli um geschockt zu sein und gewöhnt sich an diese Bilder.

00:41:42: Genau, ich sage das jetzt nochmal.

00:41:44: Es ist nicht moralisierend gemeint!

00:41:46: Macht alles was ihr wollt es ja super wenn es lustbetont ist und euch erfüllt aber sollte nicht übers neue normal laufen.

00:41:55: Noch einmal über Onlyfans sprechen.

00:41:57: Ich erkenne da so ein paar Onlyfants-Models, die natürlich gesagt haben für mich ist es super.

00:42:02: also früher war ich irgendwie im Stripclub tanzen dann musste ich nachts irgendwie alleine nach Hause, da wusste ich nicht ob da irgendeiner wartet.

00:42:09: jetzt habe ich hier irgendwie eine Social Media Agentur, die für mich auch vielleicht die Chats macht, die das quasi genau kontrolliert wer der Zugang zu mir hat.

00:42:16: Es ist wahnsinnig diskret von wo ich mit den Leuten spreche und so.

00:42:20: Also unabhängig von diesem monetären Zugewinnen der so präsent ist hat das ja auch ein Sicherheitsfaktor.

00:42:25: Also ist das vielleicht auch tatsächlich irgendwie für die Sexarbeiterin selbst eine Perspektive, die sicherer sein kann?

00:42:31: Ja es ist so.

00:42:33: Auch über Covid sind viele von der Straße ins Internet gewechselt und sagen sie würden nie wieder zurückgehen weil sie müssen keine Hands-on mehr machen oder sie können sich übers internet vorher die können Sicherheitsformen treffen wenn Sie sich dann körperlich treffen und mit jemandem Sex haben.

00:42:48: aber Das gilt und es gibt ja auch eine Emanzipierung, eine Normalisierung feministisches Sexarbeit.

00:42:55: Die hat's auch immer gegeben.

00:42:56: Es gibt auch Hurennarrative die so Überlegenheit formulieren und das ist ja auch so.

00:43:00: ich emanzipier mich darüber was ihr von mir denkt Verdiene Geld mit meinem Körper, sonst müsste ich den Sex auch anbieten.

00:43:06: Ihr bietet ihn in den Ehen auch jahrelang an obwohl ihr unglücklich seid um eure Ruhe zu haben.

00:43:11: Da mache ich es doch viel schlauer.

00:43:12: das alles stimmt und das entscheidet sich nur am Einzelfall.

00:43:16: jetzt müssen wir die andere Seite uns auch angucken.

00:43:18: erstens Onlyfans ist nicht ein Ort wo jeder hochkommen kann sondern da ist auch eine Industrie dahinter.

00:43:24: Es geht nicht jeder, der niedlich aussieht.

00:43:26: Unser niedlich aussehen kann online und wird da millionärin.

00:43:30: Es gibt auch sehr viele Ausbeutungsstrukturen.

00:43:32: Es sind auch wieder sehr viele Männer die daran verdienen jetzt nicht nur Performer sondern auch die, die das dann organisieren.

00:43:39: also es hat sich sozusagen die Idee oder will ich das sagen?

00:43:42: Die Idee war gut Sie wissen, was ich meine.

00:43:44: Es hat Potenzial wiederständig zu sein?

00:43:47: Gleichwohl wird es auch kapitalistisch einverleibt und da gibt's neue Gefährdungen.

00:43:52: also dass das gemainstreamt wird als normaler Job.

00:43:54: oder wir müssen dann sowas sagen.

00:43:55: bei den Jugendlichen sagen die Jungs finden Fußballer cool und die Mädchen Sexarbeiterin oder Performerin Und das macht doch was!

00:44:02: Also dass ich jetzt sozusagen mein Idol ist eine coole Onlyfans-Performerin Das ändert schon was, auch in den Geschlechterverhältnissen.

00:44:10: Ich bin ja... ich mach total viel Arbeit mit Sexarbeiterinnen und lieb die auch total.

00:44:16: also mein Herz schlägt sehr für Sexarbeit.

00:44:18: aber ich möchte trotzdem dass wir gewahr sind was passiert wenn es gemainstreamt wird.

00:44:24: Mit den vielen Frauen geht's da nicht gut Ja?

00:44:26: Es gibt Ideen geht super!

00:44:28: Und es gibt die, die sagen ich bin total leer.

00:44:30: Das hat mich fertig gemacht.

00:44:31: Ich kann nichts mehr arbeiten.

00:44:33: Ich habe Farbs als total gewaltvoll erlebt, obwohl's auch nur im Internet waren Anführungsstrichen.

00:44:39: und da müssen wir wirklich sagen jetzt brauchen wir Ambiguitität Toleranz.

00:44:42: das können wir nicht entscheiden.

00:44:44: für den einen ist es yay für viele nicht.

00:44:47: trotzdem sollten sie auch nicht stigmatisiert werden.

00:44:49: also weder noch wird demonisieren dass nicht und wir unterstellen auch nicht schlechtes aber wir sehen ja auch zum Beispiel jetzt klinisch gesprochen eine hohe Vulnerabilität.

00:44:58: dass für selbstgefährdendes Verhalten, weil zum Beispiel Menschen mit Trauma und das können wir auch nicht einfach so sagen.

00:45:03: Ja ja gut die paar traumatisierten, die dann auch noch Sexarbeiterin werden geht schon.

00:45:06: Nee!

00:45:06: Das darf man auch ernst nehmen.

00:45:08: Selbstgefährdes Verhalten sich selber unter Wert weggeben körperliches Anbieten, Retraumatisierung erleben.

00:45:16: Das passiert auch alles jetzt nicht nur im Bereich der Sexarbeit aber auch in dem Bereich von ganz normalem Sex Tinder Sex jedem Sex.

00:45:25: Wir haben nicht mehr so viel Zeit, da müssen wir schnell überwechseln.

00:45:28: Was passiert denn dann genau wenn quasi ich sage jetzt mal Männer nicht realen Onlyfans-Models folgen sondern inzwischen KI Figuren vielleicht auch schon auf Instagram oder so?

00:45:39: Da kann man natürlich sagen das ist für die weibliche Bevölkerung natürlich schon wieder interessant weil sich dadurch schönheitsideale total pervertieren ganz jung auch gestalten und so weiter.

00:45:49: du an irgendwie dieses Normschön, Markeloße was da sehr künstlich dann ist auch irgendwie nicht ranreichst.

00:45:55: Also hat ja irgendwie einen Selbstverständnis, eine Frage an sich selbst bei den Frauen.

00:46:01: aber was sucht der Mann darin?

00:46:03: Wenn er eigentlich sogar weiß also wenn er nicht weiß dass dieser

00:46:06: K.I.,

00:46:06: Instagram-Model Frau nicht echt ist, dann verstehe ich schon das halt irgendwie.

00:46:10: es versucht wie bei jeder Frau.

00:46:12: Aber wenn er doch irgendwie weiß die ist nicht richtig, also die is nicht echt.

00:46:15: Wo ist da der Reiz für bestimmte Leute?

00:46:18: Okay erst mal wir sind jetzt alle nicht mehr schön genug.

00:46:22: Das ist ja wirklich Wahnsinn.

00:46:23: Und das ist auch interessant, finde ich mit den Trans-Frauen, die sehr viel überlegenheitsnarrative bilden, dass sie die schöneren Frauen sind und kuhler und weniger anstrengend und besser aussehen bei dir auch sehr viel investieren.

00:46:34: Die Avatare kommen dann noch dazu wieder frauenfeindlich auch sehr angenehm.

00:46:38: Es hat mal eine Schleife gezogen und dann ist es wie da frauenfreundlich geworden schon fast langweilig.

00:46:44: Das Problem ist einfach bei Paraphylien also zum Beispiel Pädophilie, Hebefilie, man teenager sexualisiert Das haben sowieso übrigens sehr, sehr viele.

00:46:52: Also man kann mal die Studien sich angucken wie viele Männer können vierzehnjährige sexualisieren?

00:46:56: Fast alle!

00:46:57: Nein nicht fast alle aber sehr viele ne.

00:46:59: Mindestens ein Drittel der Gesellschaft kann das.

00:47:03: Da sind wir schon im Grenzbereich sieht man ja auch.

00:47:05: wenn man mal mit einem jungen Mädchen durch die Stadt geht hier aus bei mir aus dem Viertel dann guckt wird sie schon angeguckt obwohl die zwölf ist jetzt einen Busenansatz und ich sehe ja live dass die sexualisiert wird.

00:47:15: schon Gut, das ist eine eigene Debatte.

00:47:17: Genau da kommen die Avatare dazu.

00:47:19: aber was man bei Paraphilien ja weiß es wenn man sie bedient schwächt das nicht gerade die Fantasie.

00:47:23: also wir haben jetzt zum Beispiel große Gruppen von Männern im heterosexuellen Setting die bauen sich avatare Companions.

00:47:30: die sind sehr nach dem Kindchenschema gestaltet und die spielen dann Vergewaltigungen nach oder beleidigen die und screenshotten dann wie submissiv und liebt.

00:47:40: die reagieren und posten das auf Reddit und unterhalten sich darüber in abfälliger Art und Weise.

00:47:47: Und das pusht natürlich Narrative, normalisiert Praktiken und bedient solche Fantasien.

00:47:51: also gerade wenn man solche Paraphylien bedient werden die eher stärker nicht schwächer.

00:47:55: also man könnte jetzt nicht sagen manche sagen so ja dann ist das Bedient dann machen wir nichts.

00:48:00: eigentlich befeuert dass solche Fantasi aus klinischer Perspektive und möchte man solche Inhalte da haben?

00:48:07: Das normalisiert wie sie darüber lachen.

00:48:10: Also ich hab's nicht kommen sehen bei den Avatarn, hätte ich kommen sehen.

00:48:13: Ich habe ja gemitri beobachtet wie die kamen.

00:48:15: Habe ich kommen?

00:48:15: seh'n das Männer, die dann vergewaltigen und das als Big Data im Reddit diskutieren?

00:48:21: Hab ich nicht aber hätte man!

00:48:22: Hätte man kommen sehen können

00:48:24: ne?!

00:48:24: Ist es zu extrem, wenn ich das halt zu schnell eben mit so einer Gewaltspirale verbinde?

00:48:29: Also wenn ich jetzt quasi eine Doku sehe wo ein Achtzigjähriger irgendwie mit einem Avatar spricht und einfach sich bedankt weil der jeden Morgen da ist und allzeit verfügbar ist dann seh' ich da nicht die Großgefahr.

00:48:40: Dann finde ich das irgendwie bisschen traurig weil ich denke könntest du analog vielleicht noch schöner erleben als jemanden der nach deiner Spule immer genau das sagt was du hören willst.

00:48:49: für mich keine Bindung.

00:48:51: aber was ich ja gefährlich find ist diese Adoleszenszene, also diese ganze Inzessszene wo genau eben diese Beispiele sind von irgendwie Erniedrigung und das dann eine Popularisierung findet.

00:49:01: Da habe ich schon das Gefühl da geht es eben nicht so ein bisschen um King oder so ein bissel um den Experiment sondern da geht's schon um ne echte Popularisierung von Gewaltfantasien.

00:49:10: eigentlich

00:49:11: Genau, also es hat so immer eine Melancholie und dann hat's auch ne Gefährdung aber vielleicht noch nicht als Massenphänomen.

00:49:16: Das kann man doch nicht messen.

00:49:18: Aber was wir ja sehen ist dass die diese Avatare immer submissiv sind Und immer diese großen Popillen haben und immer auch die männlichen avatare eher weiblich gestaltet sind und auch immer so Weibliche Kehrarbeitsbeispiele leisten und das wird schon sehr kritisiert Auch in der Wissenschaft von Psychoanalytikerinnen.

00:49:39: Und Herr Meneuten, finde ich gibt es coole Paper die halt einmal sagen erst mal alles wird aufs explizierbare reduziert weil das menschliche spannende kann man eigentlich gar nicht programmieren.

00:49:48: also alles was das ganze sein ist dann plötzlich nur noch was man programmieren könnte.

00:49:52: Also quasi alle Zwischentöne sind weg und da ist es auch noch von Macht eingefärbt und jetzt nicht zum Vorteil von gewissen Dingen.

00:50:02: Welche Rollen werden eigentlich übernommen?

00:50:05: Was sind die Botschaften, was passiert da eigentlich?

00:50:07: Der OP, der dann vom Avatar betreut wird... Der bekommt dann ja trotzdem so dieses Gefühl, dass jemand immer verfügbar, der validiert mich immer.

00:50:14: Ich habe immer recht keine soziale Korrektur und man trainiert sich tatsächlich ab, soziale korrekturen auszuhalten.

00:50:21: also Beziehungsfähigkeit trainiert man sich eher ab.

00:50:23: Manche sagen ja wieso das könnt ihr doch da trainieren?

00:50:25: Und dann flirten ist nicht was wir sehen in der Tendenz sondern man gewöhnt sich und hat dann mehr Angst vor face to face plus die ganzen Dynamiken.

00:50:34: Also ich musste nie zurückrufen, egal wie lange ich jemanden ghoste, das ist dann immer wieder freundlich schon alleine diese submissive angucken.

00:50:43: also ich werde immer so von unten bewundern angeguckt es gibt immer einen kleinen sexuellen verfügbarkeitsangebote zum beispiel.

00:50:53: aber jetzt erzähle ich noch eine lustige sache.

00:50:54: das finden sie bestimmt auch witzig weil die avatare lernen ja in einer reflexiven mediatisierung von ihren nutzern.

00:51:01: Und jetzt gibt es ganz große, wir haben Big-Data-Set dazu.

00:51:04: Voran von Männern die sich von ihren weiblichen Abataren sexuell belästigt fühlen.

00:51:09: Weil die Abatare gelernt haben dass die Männer halt oft sexualisieren, haben sie umgekehrt jetzt gemacht und dann stehen diese ganzen voran vollen davon so Geschichten mit.

00:51:17: Bei mir geht's doch auch nicht nur darum.

00:51:19: uns finde ich gar nicht schön.

00:51:20: Es war ganz unpassend das sie schon wieder da auf Sex zugesteuert hat.

00:51:25: Das ist ja voll der Full-Cycle Moment.

00:51:29: Was müssen wir jetzt quasi... Wir müssen ein bisschen zum Ende kommen.

00:51:31: Was ist denn so'n bisschen die Perspektive drauf?

00:51:34: Dass wir als Gesellschaft einfach damit umgehen lernen müssen, dass bestimmte Anbieter auch dieser Technologie anders in Haftung sind, dass so Hass im Netz, Gewalt im Netz das wir da irgendwie rechtlich anders vorgehen müssen.

00:51:47: Also wer ist da so'nn bisschen in der Verantwortung?

00:51:49: Die Schulen und die Eltern?

00:51:51: Ja ich würd sagen eigentlich systemisch, therapeutisch würde ich sagen Jetzt gucken wir mal wo wir stehen.

00:51:56: Was wollen wir behalten?

00:51:57: Was funktioniert zum Beispiel GRIPS-Diagnosen oder Protokolle mitschreiben und was?

00:52:04: oder Terminvergabe in Praxen.

00:52:07: Ich liebe mein KI System, weil sonst musste ich da sitzen und noch abends oder nachts E-Mails beantworten oder jemand dann hat man ja mal so ein Remote Sekretär auf Bali sitzen.

00:52:16: Ich finde es schön mit einem Online-KI-Kalender.

00:52:18: also man könnte einfach mal ganz pragmatisch gucken, was funktioniert Wo dient es uns und wo ist irgendwas passiert, was uns konsumiert und schlecht ist?

00:52:27: Und sich den Ursachen und Mechanismen zuwenden.

00:52:30: Also ich würde mal sagen die Arbeit ist an der Sozialität Gesellschaft gibt es öffentliche Plätze?

00:52:36: haben die Menschen genug Geld andere Sachen zu machen?

00:52:40: gibt Zugänge zur Natur?

00:52:42: wie organisieren wir Wohnen so dass wir dann sagen können benutzen Technik in angeeigneter Weise und ansonsten langweilt sie uns oder brauchen wir nicht?

00:52:50: Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, einen kleinen Avatar zu haben wenn ich ansonsten sozial eingebettet würde vor dem Leben und dann auch da irgendwas komisches zu machen.

00:53:00: Aber wenn es einen konsumiert in Konkurrenz steht zur Sozialität, Individualisierungstendenzen verstärkt oder... Ideen vom angeeigneten Leben fragmentiert und Auflös, Resonanz verhindert.

00:53:10: Das sind die großen Achsen!

00:53:12: Und die können wir nicht adressieren indem wir sagen jetzt verbieten wir Companions oder die Companion soll nicht zu echt aussehen.

00:53:18: Oder also diese ganzen kleinen EU-Polices?

00:53:21: das glaube ich nicht.

00:53:22: Die EU sollte sich mal überlegen geht eigentlich noch ein würdevolles Leben in der EU?

00:53:27: Ich finde, es fehlt ja so im Grunde eben den Menschen bezogenes irgendwie beziehungsbezogenes Narrative.

00:53:35: Wie will diese Gesellschaft denn eigentlich leben?

00:53:37: Und wir sehen ja auf so sämtlichen Zukunftskonferenzen da reden dann alle über KI und Disruption und eigentlich ist doch das macht den Mensch ja quasi in dieser Zukunft wie so ein verschwindend klein.

00:53:47: Eigentlich müsste man doch über eine Post irgendwie KI-Gesellschaft reden.

00:53:50: was bleibt denn übrig wenn alles was wir automatisieren können und wo wir vielleicht nicht den Müll raustragen wollen oder selber spülen wollen.

00:53:57: Wo haben wir denn Zeit und wo kann man den Menschen größer machen, für das zu dem er eigentlich gemachtes berufen ist was seine eigentliche Bedürfnisse sind?

00:54:04: Und da habe ich das Gefühl dass in so sämtlichen Zukunftsnarrativen der Menschenfaktor kleiner wird.

00:54:10: aber meine Tendenz wäre ja sie quasi größer zu machen weil wir müssen nicht über das sprechen was automatisierbar ist.

00:54:16: Tja!

00:54:16: Das erste Mal in einer zehnjährigen Medienkarriere dass jemand anders das Schlusswort gemacht hat.

00:54:23: Liebe Frau Degen, ich bedanke mich sehr fürs dabei sein heute.

00:54:26: Dankeschön.

00:54:27: Es hat so Spaß gemacht mit Ihnen, danke schön!

00:54:46: Das war AFK mit der Soziapsychologin Johanna Degen die mir nach diesem Gespräch noch sagte das war ja ein echtes Gespräch ganz so als wäre man nur noch performance gewöhnt.

00:54:59: ich werde weiter nachdenken über die Umkehrthese über Entsinnlichung über Entgrenzung und Übernormalisierung im digitalen Leben und vor allem im Kontext mit Dating und Liebe und Beziehungen Und ich nehme mit, sich Zeit nehmen.

00:55:14: Die Paradoxien unseres Verhaltens im digitalen Leben zuzulassen und nicht moderne Symptome zu bekämpfen sondern sich Ursachen- und Wirkmechanismen zuzuwenden.

00:55:25: Ich bin Diana Kinert und ich bedanke mich fürs Zuhören.

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