#18 Janina Mütze: Welche Meinung zählt im Netz?
Shownotes
Zu Gast bei Diana Kinnert ist Janina Mütze, Gründerin von Civey, einer Plattform, die Meinungsforschung ins digitale Zeitalter trägt. Es ist ein Gespräch über digitales Unternehmertum, Diskurskultur im Netz und Gelingensbedingungen für digitale Transformation. Wer ist laut im Netz? Wer wird überhört? Wie sicher sind digitale Räume? Braucht es mehr Regulierung bei den Plattformen, mehr digitale Bildung beim Einzelnen, beides oder nichts davon? Und welche Spielregeln braucht ein demokratischer digitaler Raum?
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00:00:27: Elicherweise war das für mich fast so, dass Erwachen dann irgendwie mit Anfang Mitte zwanzig.
00:00:32: Dass man obwohl man eben nicht der Krasse nörd ist und obwohl du nicht diejenige bist, die schon mit zwölf die Computer des ganzen Ortes repariert hat und irgendwie so Taschengeld verdient hat und schon immer in irgendwelchen Reddit-Holes so hängen geblieben ist.
00:00:45: auch dann kannst du eine Firma gründen auch dann kannst du irgendwie ein digitales Geschäftsmodell entwickeln.
00:00:49: also eigentlich finde ich das auch wert als Geschichte erzählt zu werden weil ich schon auch gemerkt habe ich hätte mir so was lange nicht zugetraut.
00:01:08: Herzlich willkommen zu AFK, away from keyboard.
00:01:11: Einem Podcast über digitale Kultur, Gastgegeben vom Rat für digitale Ökologie und publiziert im Slow-Magazin.
00:01:19: Heute spreche ich mit Janina Mütze, Gründerin von CIVAE, einer Plattform die Meinungsforschung ins Digitale Zeitalter trägt.
00:01:28: Mit Janina Mütze spreche Ich über digitales Unternehmertum, Diskurskultur im Netz.
00:01:37: Wer ist laut
00:01:37: im Netz
00:01:38: und wer wird überhört?
00:01:40: Wie sicher sind digitale Räume?
00:01:43: Braucht es mehr Regulierung bei den Plattformen oder mehr digitale Bildung beim Einzelnen – oder beides, oder nichts davon.
00:01:51: Welche Spielregeln braucht ein demokratischer digitaler Raum?
00:01:55: Viel Spaß mit AFK!
00:01:57: Mit Janina Mütze und mein Name ist Diana Kinnert.
00:02:15: Liebe Janina, ich freu mich dass du heute bei uns im Podcast bist.
00:02:18: Wir wollen sprechen über Debattenkultur und Vertrauen im Netz und wir fangen immer damit an das wir unseren Gesprächspartner ein bisschen befragen wie sein oder ihr persönlicher Zugang zur Digitalisierung war.
00:02:31: Wir sind ungefähr gleich alt.
00:02:32: heißt es dass deine ersten Berührungen Paint und ICQ und Schüler vor Z waren?
00:02:39: Das trifft es ganz gut.
00:02:40: Ich könnte jetzt auch wirklich ganz lange über das A-O von ICQ sprechen, meine Nummer weiß ich nicht mehr.
00:02:46: Ich weiß dass wir, glaube ich, in dem Jahr und neunzehn, neunzig Internet zu Hause bekommen haben.
00:02:51: Da war ich dann auch acht Jahre alt.
00:02:52: Wir waren eher ein bisschen später dran.
00:02:54: im Vorort, an dem ich groß geworden bin – also es lag auch mehr meiner Familie nicht nur als in einem Ort – da gab's halt den einen Computer, der im Hobbyraum stand an dem wir alle uns mal dran setzen durften und es gab noch diese Zeit, in der man so dreißig Minuten oder so einen Tag ins Internet durfte.
00:03:09: Und dann ganz am Anfang war's dann auch wirklich noch so dass man parallel nicht telefonieren konnte.
00:03:13: Ich merke gerade ich müsste das meinen Kindern mal erzählen.
00:03:15: Händen die bestimmt wahnsinnig random.
00:03:17: Ich war dann so elf, zwölf.
00:03:19: Also bei mir war es sehr ähnlich, ich hab mit acht, neun das erste Mal rumklicken dürfen ungefähr.
00:03:23: War auch oft noch ohne Internet so ein bisschen nur Rumzeichnen oder Morhühner abschießen und was... Und als ich dann elf, Zwölf wurde habe ich schon angefangen so ein bissel html-Homepages mit quasi meinem Gästebuch und meinem Lebenslauf als Elfjährige und so.
00:03:37: Also ich bin dann schon relativ intuitiv ein bisschen Experte geworden in der Familie des Alters wegen.
00:03:44: Wie war das bei dir?
00:03:46: Tatsächlich anders.
00:03:50: Um es ein bisschen vorzuspulen, ich bin ja dann irgendwann auch digital Unternehmerin geworden, zumindest kann man das in die Kategorie schreiben.
00:03:56: und dass das aber so gekommen ist... hätte man vielleicht mit zehn, elf, zwölf nicht so absehen können.
00:04:02: Weil ich irgendwie tatsächlich immer gedacht habe das könnten dann vielleicht eher nur die anderen.
00:04:06: Ich hab das ja jetzt nicht gelernt.
00:04:07: Ich weiß gar nicht wie es geht.
00:04:08: also ich war sicherlich als Kind kein Frontrunner und hab jetzt am Computer nichts ausprobiert, hat nichts getüftelt, haben nichts für andere Menschen repariert.
00:04:17: Das habe ich dann erst mehr als später verstanden dass man Dinge lernen kann und die Tools die dort sind auch nutzen kann.
00:04:26: Wie war die Rolle in deiner Familie?
00:04:27: War das so, dass deine Eltern dich dann schon vorher quasi fragen konnten wie es da funktioniert und du wusstest ist als junger Mensch dann besser?
00:04:34: oder hattest du quasi Personen in der Familie zu denen du rauf geguckt hast was Digitalkompetenzen angehen.
00:04:42: Ich glaube die Digitalkompetencen habe ich mir eher im Freundeskreis geholt.
00:04:44: also klar, man ganz als Kind gab's schon irgendwie eine Einführung von meinem Papa irgendwie mal an den Computer.
00:04:50: Dann hat man aber mit Microsoft Office gearbeitet und es gab eben dann das Internet.
00:04:56: Das kam dann sehr zeitgleich eigentlich für meine Eltern wie für mich.
00:04:59: Und ich glaube, dann kommt so die Pubertät, dann kommen zu die Emanzipation und dann lernt man sehr schnell erst mal oder nimmt man die Tools schneller an?
00:05:06: Dann sind wir natürlich ganz unterschiedliche Wege gegangen.
00:05:09: also das was du gerade schon erzählt hast war sicherlich groß auf MySpace aber dann bin ich auch ganz stark in dieser Facebook-Error groß geworden und so dass natürlich Routen, die meine Eltern denn in der Form nicht eingelegt haben
00:05:21: Das ist ja auch Charakteristzustand für Leute, die gerade auch so ein bisschen in der Pubertät oder die Pubertäd in der Digitalisierung verbringen.
00:05:28: Dass die wichtigsten Räume dann die sozialen sind also nicht unbedingt vielleicht Gaming, nicht unbedingt dann Programmieren Informatik.
00:05:36: Ich habe mit Silke Müller der Bildungsexperte letzte Woche gesprochen.
00:05:40: Die hat gesagt Für sie war das Interessante dass Sie mal quasi durch irgendwie den Smartphone und einen iPod usw.
00:05:47: Dann halt auch was Portables hatte.
00:05:48: Also sie konnte überall Musik hören, sie konnte über Filme gucken.
00:05:51: Sie so wichtig.
00:05:52: Bei mir war es eben auch diese soziale, ich konnte dann bei ICQ und MSN mit Schulfreunden chatten, da waren in Chaträumen wo Fremde sind, wo mich meine Eltern gewarnt haben.
00:06:01: also das Sozial hat für mich eigentlich die größte Rolle gespielt.
00:06:05: Ja kann ich gut nachvollziehen Das war bei mir auch so.
00:06:08: Ich erinnere mich auch daran dass es bei mir in der Klasse Mädels gab vorne unterwegs waren, an diesen so was wie Knuddels oder so man dann auch mit Fremden gesprochen hat.
00:06:17: Das hat mich gar nicht angezogen aber es war irgendwie aufregend genug auf ICQ irgendwann die Nummer von jemandem anderen zu bekommen und dann irgendwie zwanzig Minuten am Computer zu chatten.
00:06:28: das kann man sich heute ja kaum noch vorstellen.
00:06:31: Es war etwas Neues Was sehr Aufregendes, aber das ist ja eigentlich bis heute gleich geblieben.
00:06:37: Also ich glaube was ich von Teenage an heute sehe, dass sie sich miteinander schreiben nach wie vor präsent auch wenn es jetzt über andere Kanäle stattfindet.
00:06:47: Ja, ist schon spannend für mich.
00:06:50: Meine Patentante hat letztens meine These aufgestellt, dass meine Generation das Auto nicht mehr bräuchte in der Form.
00:06:55: Weil diese Form der Freiheit wir uns über die Digitalisierung geholt haben und das bin ich eigentlich ein total schönes Bild.
00:07:01: Das kann man natürlich nicht glatt über alle ländlichen Räume so ziehen wie man es über Obane Gegenden zieht.
00:07:06: aber an sich ist da schon was dran.
00:07:08: Es war ist große Freiheit, dass man irgendwie kleine Chats und Foren ja bauen kann, kleine Welten bauen kann und dort irgendwie auch ein bisschen mal den eigenen Tellerrand schauen kann.
00:07:20: Und ich bin auch so groß geworden, dass man es nicht so leicht von A nach B kam und da war das Internet dann schon eine Möglichkeit irgendwas mitzukriegen von dem was woanders passiert und irgendwie eine Verbindung zu Menschen zu haben, wo der Bus halt dann auch nicht mehr fährt auf einer gewissen Uhrzeit.
00:07:36: Hat sich deine gar nicht die Professionelle?
00:07:38: Da gehen wir gleich drauf ein.
00:07:39: aber die private digital journey irgendwie verändert.
00:07:43: also würdest du sagen dein Gefühl der Digitalisierung wie du dich bewegst im digitalen Raum, wie du digitale Medien nutzt ist quasi in der Haltung noch sehr ähnlich.
00:07:53: Wie du es gelernt hast oder gab es da auch Brüche oder Veränderungen?
00:07:57: Also meine Haltung ist viel kritischer geworden.
00:08:01: Ich bin einfach als Teenager voll rein und habe nur Vorteile für mich übernommen.
00:08:06: ich bin auch nie Opfer von Mobbing geworden hab das nicht erlebt, auch nicht in meinem Umfeld.
00:08:15: Ich erinnere mich an diese schöne Social Media-Zeit, in der man vor allem diese Selbstverwirklichung hatte.
00:08:21: In dem man ganz Plattformtos gepostet hat oder irgendwie sich selbst ein bisschen darstellen konnte und dann einen Studi VZ Gruppen war und darüber sich ausgedrückt hat.
00:08:31: Und ich finde die Folgen der Digitalisierung und dieser digitalen Identität, die wir annehmen, die werden ja von Jahr zu Jahr sichtbarer.
00:08:40: Also von fragmentierten Wirklichkeiten in denen wir unterwegs sind.
00:08:43: Von Druck den wir auf Konsumenten ausüben.
00:08:47: Weil das einfach immer weiter verkünstet, perfektioniert wird wie man sich darstellt.
00:08:53: Und selber auch zwei Stiftöchter, die dreizehn sind zu Hause.
00:08:57: Ich find es schon wahnsinnig... beängstigend, mit welchem Druck die groß werden.
00:09:04: Also man kann Kinderdaffen auch lange fernhalten aber das liegt dann auf einem gewissen Punkt nicht mehr ganz in der eigenen Hand und man kann vieles mitgeben.
00:09:11: Aber diesen eigenen Umgang mit diesem Druck erstmal zu lernen oder mit dem was immer alles auf einen einprägt.
00:09:18: Das liegt dann irgendwie ein Stück weit ja bei den einzelnen.
00:09:23: Wir haben also so großen digitalen Raum gebaut, den wir einfach noch nicht ganz gut durchorganisiert haben.
00:09:27: Und das merkt man jetzt als erwachsene Person natürlich umso mehr.
00:09:32: Also ich rede tatsächlich sehr selten über all diese Bildungsteam oder dass es für mich ist, was privat ist und mich privat sehr beschäftigt.
00:09:40: Aber politisch sieht man's ja eben sehr doll!
00:09:41: Es gibt auch die Theorie, dass es eigentlich immer zu politischen Umbrüchen geführt hat wenn sich das Medienverhalten verändert hat.
00:09:47: Also irgendwie nach dem Buchdruck gab es im dreißigjährigen Krieg das Radio halt irgendwie ja dem NS-Regime wahnsinnig geholfen, dass die ganze Propaganda hätte so gar nicht funktionieren können.
00:09:57: Und jetzt sehen wir auch sehr deutlich was Social Media mit unserer Gesellschaft macht und wie schwer es ist Emotionalitäten einzufangen und wieder in einem gemeinsamen Korridor der Wahrheit und der Fakten zu kommen.
00:10:12: Kannst du dich erinnern, ab welchem Zeitpunkt oder in welcher Phase es diesen Umbruch für dich persönlich gab?
00:10:19: Dass du gemerkt hast.
00:10:20: ich bin jetzt hier nicht nur digital privat unterwegs und habe Freunde bei Studi VZ und Schüler VZ.
00:10:27: Sondern auf einmal sind da Marken also das ZDF berichtet da irgendwas oder weiß ich nicht die Bildzeitung postet eine Schlagzeile Bei mir, ich meine dass wäre so schon um die Bundestagswahl zwei tausend neun gewesen als ich gemerkt hab Da wird auf einmal viel mehr berichtet.
00:10:42: Die Welt damals, eine Kooperation mit StudiVz auch hatte irgendwie dass da irgendwie die Artikel gepostet werden und so.
00:10:48: Also
00:10:48: da habe
00:10:49: ich schon sehr klar gemerkt.
00:10:50: also auf einmal ist es schon... Ich bin hier auch als digitaler Bürger auf einmal unterwegs.
00:10:55: Was hat das mit dir gemacht?
00:10:56: ...
00:10:58: angesprochen gefühlt, mich dazu verhalten zu wollen.
00:11:02: Also ich hatte schon das Gefühl... Ich bin jetzt hier nicht auf einer Plattform Facebook, StudiVz, Schülervz, MySpace oder so,... ... die nur funktioniert wie meine MSN-ICQ-Plattform wo nur die Leute sind mit denen ich reden will,... ... sondern auf einmal habe ich dann was abonniert also zum Beispiel das heute Journal oder irgendwie sowas.
00:11:20: Dann war da eine Meldung und dann hab' ich darunter schon Kommentare von Fremden gelesen... ...und hatte das Gefühl es machte jetzt etwas mit mir.
00:11:27: gesprochen, da will ich mitdiskutieren.
00:11:28: Also mich hat das schon meinungsstark irgendwie aufgegriffen am Anfang.
00:11:33: Es war im Grunde ging es ja los mit Facebook oder?
00:11:36: Ich glaube in diesen Studio-Vz.
00:11:37: das war immer noch relativ privat, gab's da Firmenseiten und dann Facebook war so zwei acht, zwei neun... Nee tatsächlich habe ich den Prozess in der Form zu der Zeit nicht wahrgenommen weil als Studentin einfach sehr privat unterwegs war.
00:11:53: Also ich habe den privaten Kontakt gesucht, ich fand das irgendwie spannend und bin nach Berlin gezogen, hab angefangen zu studieren, hab Leute kennengelernt, hab mir deren digitale Seite angeschaut auf Facebook, hab mich überlegt wer sind die?
00:12:04: In welche Schublade packe ich die jetzt geistig?
00:12:07: Ich versuchte ein Bild für mich zu komplementieren und wahrscheinlich... Dann mit Mitte zwanzig habe ich angefangen und dann mit vierundzwanzig hab' ich die Firma gegründet, vorher schon angefangen zu arbeiten.
00:12:19: Und dann habe ich ja auch angefangen einen LinkedIn-Profil zu erstellen und dann gab's irgendwie auf einmal so eine berufliche digitale Identität, dass man irgendeine beruflichen Kontakte gesetzt hat.
00:12:28: Ich glaube das war für mich eher der Bruch... Marken und gerade Verlagsmarken oder Verlachshäuser habe ich vor allem stärker dann über Instagram wahrgenommen.
00:12:39: Also in dieser Facebook, ich glaube diese Facebook-Welt habe ich auch schnell wieder verlassen und ich habe deswegen glaube ich das für mich eher in so verschiedenen Kanälen wahrgenommen als im einen gesellschaftlichen Umbruch des Markens jetzt eine digitale oder ihre Identität ins Digital übertragen.
00:12:55: Das heißt du warst auch nicht einer von diesen Frontrunnern, die dann bei Twitter mit den Piraten und digitale Bürgerrechte und Republikaschnell irgendwie up to date waren.
00:13:03: oder wie war das?
00:13:05: Nee, du bereustest jetzt wahrscheinlich ein Podcast eingeladen.
00:13:07: Das war auch da nicht Frontrunners.
00:13:08: Also Twitter habe ich tatsächlich immer ausgelassen.
00:13:11: Ich hab's gerne beobachtet und gelesen aber ich hatte nie das Bedürfnis mich an vorderster Front mit besonders viel Witz und Wortwitz bekannt zu machen.
00:13:22: Nee, das ist aber auch eine zeitliche Frage vielleicht.
00:13:25: Also ich glaube es heißt für mich ist die Frage immer, wann kommt man auf so ne Plattform?
00:13:29: Wichtig ist ja eigentlich fast immer dass man ein bisschen am Anfang mit dabei ist und in der Phase als Twitter hier groß wurde war ich noch nicht so politisch aktiv oder beruflich innerhalb dieser Medienblase.
00:13:41: so aktiv wie ich das heute bin würde ich vielleicht heute auch anders machen.
00:13:45: Aber für mich gibt's jetzt kein Grund mehr seit einigen Jahren auf x-aktiv zu sein.
00:13:52: Das war bei mir aber ähnlich.
00:13:54: Als ich dann davon das erste Mal gehört hatte, war ich ja schon relativ spät dran und da ist so ein Geekie-Nerdihumor, wo ich nicht mitkam irgendwie richtig.
00:14:04: Dann hatten die alle schon Geekiesusern Namen und kannten sich irgendwie... Also es waren auch nicht meine Szene!
00:14:10: Und die Art und Weise mich in Debattenkultur auszudrücken über diese ein zwei Sätze war auch nicht mein Stil.
00:14:17: Ich habe relativ früh, schon mit siebzehn, achtzehn so ein bisschen Politikblocks geschrieben aber das waren dann lange Artikel und die waren wahrscheinlich auch länger als man sie hätte abdrucken können, weil ich da mein Raum hatte.
00:14:28: Gab es bei dir aber noch vor der Gründung des Unternehmens irgendeine Ebene wo du dich politisch so engagiert hattest dass du deine Meinung richtig kund geben wolltest oder war das alles relativ professionell?
00:14:40: Also ich bin ein sehr politischer Mensch, also ich bin so groß geworden dass wir abends immer über Politik gesprochen haben.
00:14:47: Ich habe meine Eltern und deren Freunde immer sehr emotional über Politik diskutieren gehört Und das ist natürlich irgendwie auch... also ich Bin mit gesellschaftlichem Interesse großgeworden Das es bei mir fest verankert und ich hab mich auch mal kommunalpolitisch engagiert als Jugendliche Damals bei den Jusos.
00:15:04: Es ist wirklich jetzt schon ganz lange her einfach alles bei uns im Ort So die aktivste eine kommunalpolitische Szene war und ich einen Freundin kennengelernt habe über die Schülerzeitung, die mich da mal mitgenommen hat.
00:15:15: Und das war aber so das was man dann auch oft in so kleineren Städten dann Kommunalpolitik nennen, dass es erstmal so Jugendliche organisieren gemeinsam etwas.
00:15:22: sie haben zwar ne Meinung vielleicht auch zum Autobahnausbau Aber eigentlich ist so die gemeinsame Arbeit, man organisiert ein Konzert ja weiß ich nicht im Posthofkeller bei uns und bringt junge Leute zusammen.
00:15:38: Das war eigentlich die Ebene.
00:15:40: Es hat mich sehr schnell aufgefressen, ich bin dann wirklich auch ein bisschen so als Flucht nach vorne mit der Achtzehn nach Berlin gegangen und habe dann hier aber auch von Anfang an ja eigentlich im politischen Kontext gearbeitet.
00:15:51: Ich hab an der FU Berlin VBL studiert und hab dann gleich am ersten Tag an den Mensernaushang gesehen von einer französischen Botschaft, dass sie eine Kellnerin suchen.
00:16:01: das ist man nicht so politisch, aber das Umfeld waren natürlich hochpolitisch brauchte auch eine Wohnung, einen Job.
00:16:09: Ich brauchte alles in Berlin, hatte erst mal nichts und das war dann angefangen mit französischen Botschaften europäischen Kommissionen Skatering zu machen.
00:16:17: Es war zum einen teuer, weil ich den ganzen Tag franzisisch reden konnte und zum anderen sehr interessante Menschen kennengelernt habe.
00:16:22: Dann war ich ne Zeit lang auch im Französischen Triseur also im Finanzministerium und bin dann über die Themen auch in ein Interessensverband gewechselt der sich mit Private Equity und Venture Capital beschäftigt.
00:16:34: So war es irgendwie immer so über diese Berliner Politik-Szene, aus der heraus dann natürlich auch eine Gründung, wie es sich relativ nativ ergeben kann.
00:16:43: Aber das heißt aus deiner quasi persönlichen Geschichte heraus?
00:16:47: Warst du jetzt kein früher Digitalaktivist, der sich auch mit dieser ganzen Gülle in den sozialen Medien quasi viel auseinandergesetzt hat, der richtig jeden Tag sich mit Desinformation auseinandersetzt hat und immer gegen Sachen getwittert hat – so jemand, was du nicht!
00:17:01: So jemand weiß ich nicht, bin gerade immer auf dem Bürgersteig
00:17:03: geblieben?!
00:17:03: Und hab nie die Seitenschraßen genommen.
00:17:06: und ich glaub, das ist aber auch okay.
00:17:11: Und älterweise war das für mich eigentlich fast so.
00:17:13: das Erwachen dann irgendwie mit Anfang Mitte zwanzig, dass man obwohl man eben nicht der Krasse nörd ist und obwohl du nicht diejenige bist, die schon mit zwölf die Computer des ganzen Ortes repariert hat und irgendwie so Taschengeld verdient hat und es schon immer in irgendwelchen Reddit-Holes so hängen geblieben ist.
00:17:29: Auch dann kannst du eine Firma gründen, auch dann kannst Du irgendwie ein digitales Geschäftsmodell entwickeln.
00:17:34: Also eigentlich finde ich das zu... ...auch werden Geschichte also als Geschichte erzählt zu werden.
00:17:38: weil ich schon auch gemerkt habe ich hätte mir so was lange nicht zugetraut wenn man so wie du es gerade beschrieben hast mit Twitter du hättest eigentlich das war so geeky und nerdy und da gab's irgendwie schon diese Netze und die hatten alle schon ihre Positionierung und man traut sich da erst gar nicht rein Bist du jetzt auch eine Person, die dann auch mal über ihren eigenen Schatten springt?
00:17:56: Aber ich glaube viele Menschen hält sowas dann auch ab.
00:17:58: Weil sie sagen ja, ich bin ja nicht die Person, der immer besonders gut das jetzt formuliert oder ich bin da nicht die Personen, die besonders...die schon immer hier in der Szene war.
00:18:07: aber das heißt ja nicht dass es so bleiben muss.
00:18:08: also man kann auch später kann man in diese Szenen reingehen und jede dieser Szenes kann man auch öffnen und man kann sich wissen aneignen und sich einarbeiten und man können die anderen kochen da auch nur mit Wasser.
00:18:20: Ich finde es bei dir insofern bemerkenswert, als dass ich ja glaube wenn man nicht richtig tief da drin ist.
00:18:27: Dass man von diesen ganzen Süchten und Dynamiken und Logiken nicht genau so ergriffen ist.
00:18:31: also man kann sich ja vielleicht ein Stück weit auch eine Souveränität, eine Autonomie bewahren weil einem auffällt was da eigentlich passiert während wenn du die ganze Zeit damit umgeben bist fällt ihr vielleicht gar nicht auf wie sehr sich da alles normalisiert und du glaubst irgendwie du kennst das ideal nicht mehr weil du das irgendwie für gegeben hältst.
00:18:48: Ja, das ist bestimmt so.
00:18:49: Ich glaube... Das klingt ja so despektierlich wirklich.
00:18:52: Es ist eine Binse aber ich meine es ist ein positiven Sinne.
00:18:56: Also immer wenn du von außen kommst und von Außen kommt eine Idee verfolgt dann klingt die für alle die drin sind erstmal wahnsinnig naiv.
00:19:02: Aber eigentlich schaffst du auch nur so Innovationen in den meisten Fällen weil du nur so irgendwie diese Grundnaivität hast dich mit Dingen einfach mal so auseinandersetzen was auszuprobieren und ein Problem zu lösen auf ne andere Art und Weise als dass wie's die Menschen machen total tief drin sind und seit Jahren und Jahrzehnten sieht man wieder ins gleiche drehen.
00:19:22: Also das hat oft einen Vorteil, wenn man von außen kommt finde ich.
00:19:26: Dann kam es zu deiner Gründung.
00:19:28: was hast du gegründet?
00:19:29: Was für ein Problem gab's und worauf habt ihr eine Lösung erfunden?
00:19:33: Ja also ich habe gemeinsam mit zwei anderen im Jahr zweitausendfünfzehn das Unternehmen Syvell gekründet.
00:19:40: Syvell macht digitale Macht- und Meinungsforschung Markt- und Meinungsforschung machen.
00:19:47: Das war uns am Anfang gar nicht so klar, weil das der Grund weshalb wir selber gegründet hatten war tatsächlich so ein bisschen dieser Ausgangslage dass wir gemerkt haben es gibt so einen Ring um das was eigentlich wahr ist Und Annahmen darüber, was Menschen eigentlich denken.
00:20:03: Also, im Jahr war es ein Jahr nach der Krim-Anexion und es gab so verschiedene Narrative.
00:20:07: Was wollen die Menschen auf den Krim eigentlich?
00:20:09: Es gab also die Putiner Erzählung, es gab die Westeuropäische Erzählungen und das gab gar nicht so... Natürlich gab's Journalisten, die vor Ort waren aber wir haben einfach gemerkt, dass gibt es verschiedene Narratives, die auf einmal miteinander konkurrieren und es ist immer schwerer da die Fakten einzuorten.
00:20:24: Das gibt Streit auch über die Faktendage und gleichzeitig war das auch in Deutschland eine Zeit.
00:20:30: Wir festgestellt haben, dass die Digitalisierung nicht unbedingt die Debattenkultur verbessert hat.
00:20:36: Also sie hat sich zwar in gewissen Formen schon demokratisiert weil der Zugang niedrigschwelliger wurde aber auf der anderen Seite hat er durch die Dynamik, die er bekommen hat natürlich auch wieder ganz viele Menschen ausgeschlossen weil Populisten strömereien krasseste Aussagen Gewinn Aufmerksamkeit Beleidigungen Hetze Verläumdung gewinnt.
00:20:56: das schließt natürlich viele Menschen aus, die sich mit so was einfach nicht auseinandersetzen wollen und der Raum bleibt halt denjenigen überlassen.
00:21:06: Die sich darin sehr wohlfühlen in diesem Dreck.
00:21:09: Und diese Tatsache dass man es irgendwie nicht schafft den Raum So abzubilden, wie die Grundgesamtheit eigentlich ist.
00:21:17: Sondern dass immer diejenigen gewinnen, die am lautesten schreien, dass man die Aushörungslage füße wird.
00:21:20: Es wird gesagt dann wir müssen eigentlich das schaffen.
00:21:22: es gibt ja keinen Mangel an Meinungen im Internet.
00:21:24: Es gibt wirklich eine Herausforderung diese Meinung so zu quantifizieren, dass Man sie ordentlich abbildet.
00:21:30: und Das machen wir mit Ziver.
00:21:31: also Wir befragen Menschen online.
00:21:34: Wir haben auch ein großes Panel in Deutschland aufgebaut, arbeiten mit vielen anderen zusammen.
00:21:40: Und wir befragen Menschen online und verarbeiten die Antworten so dass sie ein repräsentatives Abbild der Grundgesamtheit bieten.
00:21:48: Dann machen viele Leute mit weil Sie bei uns auch die repräsidentiven Ergebnisse sehen und weil sie sich gehört fühlen.
00:21:54: Das ist so ein bisschen auch die Nutzer-Motivation.
00:21:56: Ein Stück weit haben wir die Incentives, die Anreize diesem Internet immer schon gegeben hat.
00:22:01: man will sich selbst Und man will aber auch sehen, wie andere denken.
00:22:06: Die haben wir so ein bisschen in unserem Geschäftsmodell mit aufgegriffen, dass Menschen sich gehört fühlen und auch ein Stück Information zurückkriegen.
00:22:12: Wie funktioniert die Methodik?
00:22:13: Oder gibt es zum Beispiel beim Transformationsbarometer oder so weiter bei unterschiedlichen Dingen ganz unterschiedliche Methodiken?
00:22:19: also wie kann man diese Repräsentanz garantieren?
00:22:22: Also die Methodik funktioniert so, dass wir vorne dran eben diesen Nutzerpool den wir haben erstmal verifizieren.
00:22:30: Wir müssen sicherstellen sind das echte Menschen oder sind das Boards?
00:22:33: Haben die ein Interesse daran länger bei uns abzustimmen?
00:22:36: Haben wir genügend Informationen von denen?
00:22:38: bei unseren Umfragen, die dir online überall, also auf vielen Webseiten immer mal wieder eingebunden werden.
00:22:43: Die wir zur Rekrutierung nutzen kann man immer teilnehmen und man kann auch die Ergebnisse sehen.
00:22:47: aber bis wir deine Stimme berücksichtigen können dauert es ein bisschen weil wir brauchen eben gewisse Gewichtungsvariablen.
00:22:52: Wir müssen wissen bist du Mann oder bist nur Frau?
00:22:53: wie alt bist du?
00:22:54: Wo wohnst du?
00:22:55: In welcher Region wohnest du?
00:22:57: Wie ist dein Bildungsstand?
00:22:58: Es sind alles Variablen die man braucht um dann diese Stimme eben gut einordnen zu können.
00:23:03: Und das ist auch glaube ich etwas was wir technologisch gut organisiert haben oder was auch ein bisschen neu ist, indem wir das machen.
00:23:11: Und danach findet es einen relativ standardisierter Prozess statt der zwar voll automatisiert ist, was auch neu und innovative in der Branche aber was andere im Grunde ähnlich machen also andere Meinungsforscher oder Marktforsche.
00:23:22: Wir ziehen aus diesen Stimmen die wir haben, ziehen wir eine quotierte Stichprobe Das heißt Es sollten etwa so viele Männer wie Frauen abgezogen werden Die Altersverteilung sollte ungefähr so sein wie sie im Land eben auch ist und dann gewichten wir unter Umständen noch nach Das ist vollautomatisiert stattfindet, ein Echtzeit-Stadt findet und dass diese Ergebnisse dann auch unseren Kunden direkt ausgespielt werden.
00:23:45: Das fällt dir auf vor der Repräsentanz?
00:23:47: Also ich nehme an es gibt nicht so viele hundertjährige die sich melden aber wahrscheinlich ein bisschen mehr.
00:23:52: vierzig jährige sind's mehr Frauen, mehr Männer, mehr Stadt, mehr Lande.
00:23:55: also kann man sagen wer quasi vorher eine Bereitschaft
00:23:57: hat Ja wir haben ja schon darüber gesprochen das sich gewisse Personengruppen natürlich im digitalen Raum sehr meinungsstark äußern.
00:24:06: Was wir sehen ist, dass bei uns... Wir haben mehr Menschen die bei uns teilnehmen wie die AfD wählen als es ihnen echt eigentlich gibt.
00:24:15: Und das ist etwas was wir im Internet eher beobachten als beispielsweise bei Menschen die am Festnetztelefon befragen.
00:24:21: also gibt andere Meinungsforscher die befragen am Festnetztelephone oder auf den Handytelefone und versuchen dort Menschen zu überzeugen mitzumachen.
00:24:30: und da ist in der Regel so Es hat sich auch geändert, aber dass man die AfD eher ein Stück weit hochgewichten muss.
00:24:35: Weil Menschen auch in der Vergangenheit nicht so gerne gesagt haben sie wählen die AfD und dann gibt es eben erlernte Faktoren mit denen man die hochrechnet und bei uns müssen wir sehr herunter rechnen.
00:24:44: Natürlich klar.
00:24:45: also fragts mir... Wir haben viel rekrutiert über Nachrichtenseiten.
00:24:49: Da sucht eine Umfrage-Widgets auf Webseiten, früher ganz oft am Spiegel, also noch bei anderen Seiten mit online immer gewesen bei den regionalen Medien natürlich.
00:24:59: Also diejenigen, die sich mit Medien und auseinandersetzen wissen, werden mehrheitlich von Männern gelesen.
00:25:04: Das ist schon mal das Erste als es gibt Nachrichtenseiten und das ist wirklich erschreckend.
00:25:08: Die werden zu siebzig Prozent von Männernen frequentiert Und es gibt dann noch den Hang.
00:25:12: also wer äußert dann auch sehr gerne seine Meinung?
00:25:14: Das ist an auch wieder eine Richtung in Richtung Mann.
00:25:18: Also Männer nehmen dann auch noch lieber teil Ist für uns ein Effizienz Thema.
00:25:23: auch Dann brauchen deutlich länger um dann erstmal genug Frauen auch zu haben.
00:25:28: Hast du die Erfahrung, dass ich meine so lang gibt es euch ja noch gar nicht.
00:25:31: Aber das quasi euer eure Marke schon verbunden ist mit... Die sind politisch so drauf den vertraue ich nicht mit denen redig gar nicht.
00:25:39: also wenn zum Beispiel der öffentlich-rechtliche Rundfunk nur eine Umfrage macht kenne ich Leute die sagen also sowieso alles Manipulationen den vertrau ich nicht
00:25:47: interessant.
00:25:50: Also bei uns ist es so, dass wir arbeiten für Regierungen alle demokratischen Parteien die nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden oder in Teilen als rechtsextremen eingestuft werden und arbeiten aber auch für Unternehmen.
00:26:05: Wir arbeiten auf Bundes- und Landesebene also sehr breit wie wir arbeiten Und auf der politischen Ebene ist unser Anspruch das wir für alle politische Richtungen arbeiten Klar, wenn ich bei mir in der Firma reinschaue.
00:26:18: Wir sitzen in Kreuzberg-Mitte, ein Techunternehmen aus Berlin.
00:26:24: Natürlich kann man das jetzt einen Schublade aufmachen und die Leute hier so'n bisschen in eine Richtung reinstecken.
00:26:30: Auf der anderen Seite ist aber unsere Aufgabe nicht irgendwie ne Lobby für irgendein politisches Thema zu sein sondern unsere Aufgabe ist es im politischen Kompass zu bieten und gut zu verstehen wo wie Gesellschaft aufgestellt ist was Gesellschaft gerade bewegt.
00:26:45: Und dafür muss man möglichst allen entsprechen.
00:26:48: und deswegen arbeiten wir auch gerne wirklich von rechts nach links, und von liberalen nach konservativ.
00:26:55: Und ehrlicherweise macht das auch den Reiz meines Jobs so aus.
00:26:58: also ich finde es wahnsinnig spannend mal am gleichen Tag mit einen linkeren Medium zu sprechen, dann zu einem sehr konservativen Interessenverband anzugehen.
00:27:08: Dann mit jemandem aus der süddeutschen Provinz zu sprechen und dann wieder eine Hip-Agentur in Hamburg.
00:27:14: Das macht den Reiz ja total aus, dass man nicht in einer Filterplase stecken bleibt sondern irgendwie merkt wie bewegen sich alle irgendwie schon auch in der gleichen Gesellschaft.
00:27:23: aber die haben so unterschiedliche Blickwinkel, unterschiedliche Sprachen.
00:27:26: Die Ausgangslagen von denen aus argumentieren sind so unterschiedlich.
00:27:31: Das fordert mich maximal, immer diese verschiedenen Eindrücke wieder in ein Gesamtbild zu bringen.
00:27:38: Was wollen denn die Leute, die Unternehmen und Kunden mit denen ihr arbeitet am meisten wissen?
00:27:43: Also geht es ein bisschen um Transformationsfragen.
00:27:46: Ich meine wir sprechen gerade in der Woche in der das Dschungelcamp geendet ist.
00:27:50: Ich dem Millionen Umfragen ob Gil Ofarim zu Recht Dschummelkönig geworden ist oder nicht.
00:27:55: Das spaltet das Netz so einen riesen Thema.
00:27:58: also hast du da zum Beispiel auch privat die Meinung?
00:28:01: also wir müssen wieder diese und diese Frage stellen.
00:28:03: das ist aber eigentlich nicht die Priorisierung die ich mir privat wünsche.
00:28:07: Ja, ich bin tatsächlich nicht unsere Kurifee für die Lifestyle-Themen hier in der Firma.
00:28:11: Das muss ich schon mal voll wegstellen.
00:28:14: Was machen wir für Unternehmen?
00:28:15: Ich mache ganz viele Wirkungsmessungen also... Und gerade unter zunehmendem finanziellen Druck, unter dem Unternehmen in Deutschland stehen ist es für Sie wahnsinnig wichtig zu verstehen.
00:28:26: Wirkt meine Arbeit wirken?
00:28:27: Wirkt das Marketing was ich ausgebe?
00:28:29: Erreibe ich meine Zielgruppen?
00:28:31: Kommt meine Kampagne an?
00:28:33: Verstehen die Menschen wofür wir als Marke stehen?
00:28:36: Was verbinden sie mit uns?
00:28:39: Genau, bis hin zu Produktforschung.
00:28:40: Also sind die Menschen auch bereit irgendwie aus E-Auto umzusteigen?
00:28:44: Was macht ihnen am meisten Sorgen?
00:28:46: Du hast Transformationen angesprochen.
00:28:48: also all diese Fragen, die uns beschäftigen... machen natürlich am meisten Sinn in Umgebungen, in denen sich viel verändert.
00:28:54: Also wenn du in so einem Status quo wie für Wald nicht status quo umfeld bist dann brauchen die in der Regen keine Meinungsforschung weil das interessiert die eh nicht oder auch keine Marktforschungen.
00:29:01: aber ich habe so viele Kunden im Bereich Energiewende also ein hoch wirtschaftlich komplexes Thema was irgendwie zwischen Marktwirtschaft und Ordnungspolitik ist hin und her total politisch aufgeladen da die eigenen Kunden mitzunehmen.
00:29:17: Das ist eine Mammutaufgabe, der die Unternehmen dort beschäftigt sind.
00:29:22: Wir machen auch viel für OEMs, also großen Automobilhersteller bis hin zu den Landtagswahlen, die anstehen dieses Jahr politische Kunden beraten und auch da Kampagnentests, Claim-Tests verstehen.
00:29:36: was beschäftigt die Bürger eigentlich vor Ort?
00:29:39: Was verbinden sie mit dem Spitzenkandidaten?
00:29:41: Was wünschen Sie sich eigentlich von Ihrer Regierung, wie vertrauen ist noch da?
00:29:48: Das Themenschweck drum ist wahnsinnig breit.
00:29:50: Es fordert mich auch manchmal heraus in dem einen Tag zu Energiewende und den Angst vor den explodierenden Kosten zu sprechen am nächsten Tag wieder zum ganz anderen Thema also.
00:30:01: aber das ist natürlich schön dass man so viel mitkriegt aus dem Land.
00:30:04: ich glaube es ist etwas was nicht viele Jobs so beinhalten.
00:30:07: oft ist man ja dann doch eher ein Einerbranche unterwegs Und das ist aber schon ein großes Privileg, was wir haben, dass wir uns so breit mit den Themen beschäftigen können.
00:30:16: Meine Vermutung wäre jetzt wenn du quasi also wenn der Kanzler im Kanzlaramt jetzt ein paar Demoskopen und Experten und Berater einlädt und die sollen mit ihm beratschlagen?
00:30:26: Was sind denn jetzt die richtigen Themen?
00:30:27: Was interessiert die Leute?
00:30:28: Dass viele vielleicht Demoskopen auf einen ersten Blick tatsächlich nur auf die ersten zwei drei irgendwie Fragen gucken und was wird da genau abgefragt und in welche Richtung geht es?
00:30:39: Gefällig irgendwie auf die eine oder andere Frage antwortet.
00:30:43: Während du aus so einem Erfahrungsschatz von sehr unterschiedlichen Kunden, sehr unterschiedliche Fragestellungen vielleicht ein tieferes Bild dafür hast, wo quasi auch die Gemeinsamkeiten der Herausforderung sind?
00:30:53: Ja und das würde ich den anderen die Muskuten tatsächlich nicht absprechen weil das macht glaube schon auch die Arbeit von uns allen aus.
00:31:00: also Ich glaube, jedes dieser demoskopischen Unternehmen hatten eine eigene Geschichte und einen eigenen Kundenstamm mit dem dann immer aus einem Erfahrungsschatz kommt.
00:31:11: Und natürlich haben auch diejenigen, die das seit sechzig Jahren machen, natürlich Vorteile.
00:31:15: Die haben Langzeit-Trends, die wir mit Ziviln noch nicht haben aber wir haben sie jetzt seit zehn Jahren was auch schon viel wert ist.
00:31:25: Aber das ist genau die Kunst!
00:31:28: Was kannst du aus einer einzelnen Befragung ableiten?
00:31:31: meistens kannst du mehr daraus ableiten, wenn du sie in Kontext stellen kannst.
00:31:36: Das ist ein bisschen wie stellst dich morgens auf die Waage?
00:31:38: Ich finde immer das absolute Gewicht ist so das eine.
00:31:40: aber noch interessanter ist es ja das eigentlich eine Relation zu sehen mit wie war's vor einer Woche und wie wars vor einem Jahr und nehme jetzt eher zu oder nehme ich eher ab langfristig gesehen.
00:31:50: Genau, das ist tatsächlich die Kunst.
00:31:54: Gibt's Fragen also ich meine musst dir jetzt diskret bleiben.
00:31:56: aber gibt's Fragen die du dumm findest.
00:31:59: Also, dass du denkst vielleicht die Leute beschäftigen sich.
00:32:04: Wie läuft die Rente?
00:32:05: Was ist mit Altersarmut?
00:32:06: Wie funktioniert Integration?
00:32:08: und die Partei, mit der ich arbeite... Die Regierung, die mich beauftragt, der Kunde, mit dem ich irgendwie arbeite, der möchte, dass ich aber jetzt unbedingt befrage wie findet man dieses oder jenes Migrationsgesetz?
00:32:20: also wo du denkest das macht schon Sinn, dass sie das wissen wollen.
00:32:23: Aber ich glaube für das was die eigentlich vorm ist es die falsche Frage.
00:32:27: Ja, an der Stelle beraten wir natürlich unsere Kunden.
00:32:30: Ich glaube die Frage... Also es gibt... Sorry das ist eine Klatitude, aber es gibt keine dummen Fragen.
00:32:34: Die Frage ist halt nur was willst du aus den Antworten ableiten?
00:32:36: und was ist gerade Sozialstaatsreformen angesprochen?
00:32:39: Das ist ein typisches Beispiel.
00:32:43: Es ist wahnsinnig vielschächtig.
00:32:44: also die Menschen wollen mehr spüren mehrheitlich dass es einen Reformdruck gibt.
00:32:48: sie sehen oder Sie haben die Meinung dass der Sozialstaat in der heutigen Form nicht mehr finanzierbar ist und sie erwarten auch Reform.
00:32:55: Also das ist der Wunsch.
00:32:56: Aber sie sagen halt eben, wenn man dann in eine einzelne Maßnahme geht würden Sie natürlich immer erst mal sagen Wenn es mich betrifft ne danke also könnt ihr bitte woanders sparen sodass du immer erstmal eine Mehrheit bekommst für Bürgergeldkürzen oder Reichensteuererhöh'n also immer an den Rändern was quantiativ nicht so viele Menschen betriffft.
00:33:14: So und das musst du natürlich auch in einen Kontext setzen und dann überlegen Was machst du mit dieser Erkenntnis?
00:33:18: Bringt sich dich wirklich so voran?
00:33:20: Du weißt die Menschen wollen mehrheitlich Reformen.
00:33:24: Sie sagen aber jetzt bitte nicht bei mir sparen oder Leistungen kürzen und daraus muss man eine Ableitung finden.
00:33:30: Und die findest du natürlich nicht einzig und allein in den Umfragen, ich würde dann immer einen Schritt weitergehen und sagen Ich glaube Menschen sind bereit Reformen mitzutragen wenn sie das Gefühl haben es ist fair und sie sind auch wirksam.
00:33:42: also ich möchte nicht dass nur bei mir gespart wird und ich möchte dass wenn beim Gespart wird dass es wenigstens ausbringt Also dass da nicht quasi das ersparte irgendwo in einem großen Totensysteme, an das ich eh kein Vertrauen mehr habe irgendwie in dem Sumpf versickert.
00:33:56: Das ist dann eine Aufgabe, die eine politische Aufgabe ist und den Erfolg dieser Handlung kann man auch wieder messen und gucken.
00:34:04: nehmen die Menschen was wir machen.
00:34:06: Aber das ist natürlich eine politischer Arbeit, die wir dem Kunden nicht abnehmen können.
00:34:09: Die muss er schon selber machen.
00:34:12: Und das ist dann wirklich ein sehr feines politisches Handwerk, wo man punktuell immer wieder gucken kann.
00:34:16: Haben meine Bürgerinnen und Bürger das verstanden?
00:34:19: Haben meine Wählerinnen und Wähler das verstanden?
00:34:22: Kommt das an?
00:34:23: Das würde ich auch immer empfehlen, das zu machen.
00:34:25: Aber ich glaube eben... Man kann nicht nur nach Daten regieren und man muss schon irgendwie den eigenen Kopf mitnehmen.
00:34:34: Hält ihr das auf, dass wir oftmals so sachpolitisch zu eng arbeiten aber dann so äußere Kontexte und Narrative aus dem Liquid verlieren?
00:34:43: Mir fällt es zum Beispiel auf wenn ich mit deutschen, italienischen, türkischen auch Gastarbeiterfamilien Nordrhein-Westfalen sprechen.
00:34:50: Und wenn die dann von Leuten, die für Energiewende, Klimaschutz sind und so weiter das Wort Drecks Kohle hören oder Kohle gehört nach Gestern
00:34:58: usw.,
00:34:59: dann fühlen sie sich ja auch in ihrer Familiengeschichte, in der Leistung ihrer ganzen Familie herabgebürdigt.
00:35:03: Das heißt, die sind dann schon mal pauschal dagegen weil Sie sich angegriffen fühlen.
00:35:07: Genauso kenne ich Bauernfamiliens, Landwirtefamilen aus dem Osten, die bei Transformation nicht richtig mitadressiert sind.
00:35:13: Da kann ich verstehen dass die da Trauen haben und mitziehen wollen.
00:35:18: Und da ist uns auch in der Energiewende vieles verloren gegangen, also von beiden Seiten waren sie nicht politisch aufgeladen und wir haben die Sachpolitik an vielen Stellen verloren.
00:35:30: Das ist aber möglich!
00:35:32: Wir haben Kohlebau im Osten ja auch ein Thema auch dort viele Erhebungen durchgeführt, wo man in erneuerbare investiert.
00:35:42: Und dann hast du so ostdeutschen Wahlkreisen die wirklich nicht als besonders Vogue im Wählerklientel einzustufen sind und nicht besonders grün.
00:35:51: Hast auf einmal eine wahnsinnig hohe Zustimmung zu gewissen Energiewende Themen weil sie vor Ort mit Arbeitsplätzen und Sicherheit und Zukunftssicherheit für die Regionen verbunden werden.
00:36:02: Das ist etwas was Akteuren gut gelingt.
00:36:06: Aber ich glaube, man muss das wirklich aus Berlin runterbringen in die Region und mit den Leuten ins Gespräch kommen.
00:36:12: Man muss einen Weg skizzieren und auch eine andere Ehrlichkeit zulassen.
00:36:15: Also zu glauben dass die Energiewende nichts kostet, dass sie nicht auf friktionelle Schwierigkeiten mit sich bringt ist ja absurd.
00:36:24: also man muss diese Themen schon adressieren.
00:36:29: Jetzt haben aber auch alle begriffen, mit denen ich spreche.
00:36:31: Also niemand geht heute noch davon aus dass du mit Werbeslogans für ein grünes schönes Morgen alle Menschen erreicht sondern musst schon auch die Sorgen der Kosten adressieren.
00:36:40: Wir haben zwei Drittel der Menschen, die haben Angst in Deutschland das sie von der Energiewende finanziell überfordert werden.
00:36:47: und das ist in der Zeit in der sowieso jeder Zweite davon ausgeht, dass es ihnen fünf Jahren finanzieell schlechter geht.
00:36:52: Es ist natürlich ein absolutes Risiko also wo du viel ...sensibler auch mit Menschen sprechen muss.
00:36:59: Also von daher, genau jetzt du hast die Beispiele genannt... ...das sehe ich auch, dass man auch mit sehr viel mehr Respekt vor der Lebensleistung der Einzelnen und irgendwie sprechen muss.
00:37:11: Beobachte das ja aktuell bei dieser Lifestyle Teilzeit, bei all diesen Thematiken die wir da gerade haben.
00:37:18: Auch das mit dem Krank feiern und so dass daher in der Kommunikation viel mitschwingt ist was in den Leuten auslöst.
00:37:24: also wenn jemand sagen würde der vielleicht Bundeskanzler ist Leute Wir haben hier überdurchschnittlich viele Krankenzahlen lasst uns mal gucken woran das liegt.
00:37:32: können wir euch mal befragen ob ihr erschöpft seid.
00:37:34: Können präventiv etwas tun?
00:37:36: ich möchte mit den Krankenversicherungen sprechen dann ist es ja was anderes als quasi an zu adressieren mit, das kann eigentlich nicht sein.
00:37:43: Weil da ja vielleicht mitschwingt ihr lügt und ich vertraue euch nicht.
00:37:47: und warum passiert das?
00:37:49: Also hast du das Gefühl, dass du bei dem wie du mit Leuten dann im Kontakt bist merkst, dass da ganz andere Dinge mitschwingen und mitkommuniziert werden die manchen Leute, die sprechen gar nicht bewusst sind?
00:37:59: Ja!
00:38:01: Ich finde es ist bei Friedrich Merz wirklich interessant zu beobachten weil das ein Muster ist was wir immer wieder erleben, dass er gewisse Stakeholdergruppen verletzt.
00:38:12: Und ja, Frontenaufbau, die man eigentlich gar nicht aufbauen muss um das Problem zu lösen.
00:38:18: Das ist mal so blöd zu sagen.
00:38:20: vielleicht hat er in der Sache recht aber die Kommunikation... Aber das erzählt ich den Kommunikationsthema.
00:38:24: und das Problem ist auch wenn Journalistinnen und Journalisten das einmal begriffen haben dieses Muster wird bei jedem Thema immer wiederholt und es ist schon ein Stück an ihm da einen Weg wieder rauszufinden weil er hat ja in der Sachen einen Punkt adressiert Die Arbeitszeitquoten in Deutschland, so geringer sind als anderen Ländern müssen wir uns fragen.
00:38:44: Warum ist das so?
00:38:45: Aber um gute Antworten zu bekommen hilft es natürlich wenn Menschen sich nicht gleich beleidigt fühlen.
00:38:53: Und jetzt ich bin selber auch eine Person die sehr in dieser Rush Hour des Lebens ist mit kleinen Kindern zu Hause, mit einem Unternehmen und alles gleichzeitig ja mit anderen Vorfällen, gesoterte Vorfälle der Familie Und man natürlich sehr auf den Zahnfleisch läuft und das über viele Jahre.
00:39:09: So geht es ja vielen Berufstätigen in Deutschland, weil diese Leistungsgruppe sind oft Menschen die einfach vieles gleichzeitig stimmen, die dann eben noch nicht in den Rentenbezügen sind.
00:39:22: Mit denen auch ein bisschen motivierender umzugehen ist sicherlich eine gute Idee.
00:39:26: Ich merke also tatsächlich, wenn ich mal kurz meine Rolle als Unternehmerin schlüpfe... Ich komme natürlich immer von einer sehr privilegierten Situation.
00:39:33: Ich habe ein kleines Unternehmen, ich hab'n Tech-Unternehmen und junges Unternehmen – das ist ne Kultur hier bei uns die kann nicht ganz anders steuern als in großen Konzernen mit Menschen, die jetzt ja jazethisch schon bei mir tätig sind wo vielleicht auch dann sich auch kulturell etwas entwickelt was man, was nicht mehr so leicht zu steueren ist, was so stark überregeln steuert muss.
00:39:53: Aber ich muss sagen, für mich als Unternehmerin habe ich diesen Ruf nicht geäußert nach bitte schafft das recht auf Teilzeit ab.
00:40:02: Ich will das nicht noch mehr Bürokratie haben.
00:40:05: Ich will gar nicht überlegen, wem ich jetzt aus welchen Gründen eine Teilzeit gestatten darf und wem nicht.
00:40:09: Das möchte ich gerne rein ökonomisch für mich entscheiden so dass ich glaube, dass er wahrscheinlich auch an vielen Stellen die Unternehmer in der Form nicht gut abgeholt hat.
00:40:18: aber es wurde ja auch aus CDU-Kreisen immer wieder dann erwähnt ist es vor allem auch kommunikativ schief gelaufen.
00:40:25: Und das ist Schade weil die Frage wie schaffen wir's wieder in eine freudige Leistungskultur?
00:40:29: In der wir auch Bock haben was zu machen?
00:40:32: Das ist ja eine vollkommene etimme Frage.
00:40:35: Jetzt kann man relativ neutral sagen, du bemisst halt Meinungen im Netz oder man sagt halt Du kennst dich jetzt einfach damit auch aus.
00:40:43: was sind gelingensbedingung für gute Debatte Für irgendwie ein gemeinsames vorankommen und so weiter?
00:40:49: Was fällt dir auf?
00:40:50: Was dem dann so entgegen steht Ist das irgendwie?
00:40:53: Sind es soziale Netzwerke und Algorithmen die skandalisieren?
00:40:56: Sind es Medien diese Verantwortung abgeben?
00:40:58: Was fällt ihr da auf?
00:41:00: also ganz Oft fällt mir auf.
00:41:02: Ich komme gerade schon Friedrich Merzen, haben wir dieses Frontenbauen.
00:41:05: Also das ist das was wir im Grunde auflösen müssen.
00:41:08: also diese politische Mitte wird immer kleiner.
00:41:10: Wir müssen irgendwie gucken dass wir bei allen politischen unterschiedlichen die wir haben dass wir einen Konsens finden und dass wir so ein Gemeinschaftsgefühl wieder entwickeln.
00:41:17: Und das ist ja das was soziale Medien erschweren weil sie uns halt diese Lagerfeuerkultur bieten und sagen in meinem Instagram feed sind alle meiner Meinung also da möchte ich mich jetzt auch gar nicht mit anderen Meinungen beschäftigen aber da wieder rauszukommen Und dann auch bei allem Widerspruch, das gemeinsame zu erkennen.
00:41:35: Das ist eigentlich die Aufgabe einer Bundesregierung.
00:41:38: Es ist auch die Aufgabe von uns allen ehrlicherweise.
00:41:40: Also ich spreche auf wie vor Unternehmen.
00:41:42: Ich appelliere auch wirklich mal an alle Führungskräfte.
00:41:44: Das is unsere Aufgabe.
00:41:45: also jetzt mein Unternehmen ist ein kleines YouTube aber es gibt so viele andere Unternehmen in denen wirklich Menschen aus verschiedensten Filterblasen zusammenkommen.
00:41:54: Also irgendwie einen Energieunternehmen wieder.
00:41:57: Da kommen verschiedenste Bildungslevels rein, da kommen verschiedene politische Haltungen ins Unternehmen.
00:42:03: Das ist doch eine Chance, dass du die Menschen damals aus ihrer Filterblase rausnimmst und sagst hier scharf machen wir Gemeinschaft und gemeinschaftlichen Erfolg irgendwie sichtbar und wir zeigen irgendwie das sich Arbeiten lohnt, dass ich ins Risiko gehen lohne, dass sich irgendwie Gemeinschaflohnd unsere das kannst du im Kleinen noch ganz wunderbar irgendwie einsteuern.
00:42:25: ja, emotional was verändern im Land.
00:42:26: Weil ich verstehe auch jeden der sich bei dieser Weltpolitik einfach total überrand fühlt und sagt, was kann ich jetzt persönlich ändern?
00:42:36: Aber da musst du halt jetzt klein gehen!
00:42:37: Da musst du im Kleinen anfangen und wir als Führungskräfte haben dann eine Möglichkeit das einzusteuern und jeder andere kann aber auch im Ortsverein von irgendeiner Partei oder bei der Feuerwehr irgendwie im Kita-Erelternbeirat, dem Sportverein – man kann es an so vielen Stellen unterstützen und Gesellschaft ein bisschen voranbringen.
00:42:56: Und ich glaube, wenn wir das schaffen, daran wieder so ein bisschen zu appellieren ist es ganz gut, weil dann mit dem Gegengewicht zu diesen isolierten Social Media Debatten schaffen.
00:43:06: Hast du das geführt?
00:43:07: Dass deine Arbeit dadurch darin besteht gegen die Algorithmen, gegen die sozialen Netzwerke zu arbeiten?
00:43:12: Wenn sie dir eigentlich Filterblasen und Echo kann man vorgeben und du ja auch in Beratung für Kunden und für Parteien und Regierungen usw.
00:43:20: versuchst mehr Leute zu erreichen als ihr der Algorithmus hergibt?
00:43:24: Ja, also ich versuche auf jeden Fall gegen Filterblasen zu arbeiten und ich versuchte genau... Ich versuche mich auch selbst immer wieder zu fragen bin ich zu Bubbelig unterwegs.
00:43:34: Wir haben Kunden die sind bei unserem Unternehmen streitbar.
00:43:38: ja warum arbeiten wir für die?
00:43:40: Die haben da noch eine schwierige Position andere da und ihr versucht einfach wirklich eine Linie zu finden dass sie sagen so lange sich das irgendwie im Rahmen des Grundgesetzes bewegt und wie gesagt der Verfassungsschutz Nicht beobachtet, muss man doch irgendwie sagen.
00:43:53: Das ist Teil der Gesellschaft und ein Stück weit muss man es auch aushalten.
00:43:56: Und das empfinde ich eigentlich als sehr bereichernd wieder mit, dann einfach wirklich mit extremen Positionen Kontakt zu kommen und dann aber auch zu sagen okay da werden wir persönlich nicht zusammenzukommen.
00:44:07: Aber ich verstehe dass ihr da steht und in Teilen können wir euch hier mit unserer Arbeit begleiten und mich selbst bereichert ist weil ich einfach gesellschaftlich ein stück besser verstehe
00:44:19: Welchen Faktor spielt denn eigentlich die Geschwindigkeit bei euch?
00:44:24: Also ich kann mir vorstellen, dass wenn man vor zehn Jahren mal einmal im Monat irgendwas gefragt hat, das es da vielleicht weniger Bewegung gab.
00:44:32: Inzwischen aber in so einer schnelllebigen unübersichtlichen fragmentierten Welt ist da viel schneller.
00:44:37: irgendwie was passiert und irgendwie... Ich bemerke das vor allem bei den Medien!
00:44:40: Ich arbeite ja zum Beispiel mit Gabau Steingart bei The Pioneer ein bisschen zusammen, die einen Subscription-Modell haben.
00:44:46: Das heißt sie sind nicht so richtig darauf angewiesen, dass wenn irgendein Buzzword jetzt quasi durchgeht das man den Traffic der anderen schnell einfangen muss.
00:44:54: So und so funktioniert ja Medien irgendwie Industrie eigentlich immer noch, dass soweit irgendwo Dschungelcamp steht müssen alle anderen schnell was zum Thema Dschingelcamp machen um diesen Welt-Traffic fürs eigene Anzeigengeschäft irgendwie abzugreifen.
00:45:05: also merkst du, dass dieser Geschwindigkeitsfaktor eine Rolle spielt?
00:45:09: Ja wir waren hier ein bisschen der Challenger in der Branche die auch nicht die technologisierteste Branche war, wenn wir im Demoskopieumfeld sind und sind sehr stark mit diesem Thema Geschwindigkeit an Markt gegangen.
00:45:27: Rückblickend muss ich sagen das war damals auch vollkommen richtig und das Internet hat natürlich auch einen ganz anderen Zugang ermöglicht eine andere Geschwindigkeitsautomatisierung.
00:45:35: heute nutzen wir die Geschwindigkeiten auch an ganz vielen Kunden cases wenn es darum geht Kampagnen live zu messen.
00:45:44: Aber es gibt so viele, gerade in diesen gesellschaftlichen Prozessen will ich sagen.
00:45:47: Es ist oft eigentlich besser die Geschwindigkeit ein bisschen raus zu nehmen und nicht jeden Hype irgendwie kurz mitzumachen und überinterpretieren.
00:45:56: also das... Ja!
00:45:59: Und ich glaube dann ist auch so ein bisschen das Privileg.
00:46:02: wenn man das dann auch lange genug macht hat Man selber auch ein ganz gutes Gefühl für solche Entwicklungen und weiß da kann ein bisschen einordnen hat vielleicht eine berechtigte These, ob das jetzt irgendwie ein kurzer Aufreger ist oder ob das verfängt über lange Zeit.
00:46:17: Wie verhält es sich mit der Verschiedenheit der Plattform?
00:46:21: Also sind ja andere Leute auf X unterwegs als auf TikTok.
00:46:24: Ich habe letztens mal irgendwie gelesen, dass ganz viele Kinder und Jugendliche eigentlich YouTube als Suchmaschine nutzen also die schreiben ihre Sachen da rein.
00:46:31: Also gibt's da bestimmte Plattformen, die einfach andere Charakteristika und eine andere Aussagekraft für euch haben?
00:46:36: Ja, aber da bin ich keine Expertin.
00:46:39: Ich glaube das ist wieder ein Phänomen.
00:46:42: Unterschiedliche Plattformen ziehen unterschiedliche Leute an und du bist wieder in der Fragmentierung der Gesellschaft.
00:46:47: Wir gucken halt nicht mehr alle in den gleichen Brockhaus rein.
00:46:50: Also ich weiß ja auch nicht ob es früher alle mal im Brock Haus geschaut haben so dass jetzt dann auch mal eine verschönte Erinnerung vielleicht.
00:47:00: Aber wie sich also wie das einzelne Kanal verhalten ist, da gibt's sicherlich andere die das besser studiert haben.
00:47:06: Und wie ist es mit quasi einem globalen Kontext?
00:47:09: Also ich kann mich zum Beispiel daran erinnern, als es den Arabischen Frühling gab und die Frauen da in Cairo auf dem Marktplatz entstanden.
00:47:15: Da war ich jemand der das auf Twitter richtig fast aktivistisch begleitet hat.
00:47:19: Fand ich richtig gut!
00:47:20: So heute denken wir halt wenn Elon Musk hier verspricht die AfD zu sponsoren oder Trump in Großbritannien irgendwie eine andere Partei stark machen will oder wir russische Bots haben oder dann hast du Hammerspropaganda oder wie auch immer dass das ja wahnsinnig komplexe Zusammenhänge sind.
00:47:36: Ja.
00:47:37: Und könnt ihr das so ein bisschen auseinanderlesen, auseinanderdividieren?
00:47:41: Warnt Ihr davor da alles quasi in einen Topf zu schmeißen?
00:47:45: Ist es überhaupt möglich technologisch dass Ihr einen Blick habt woher eigentlich was stammt?
00:47:50: Es ist nicht Kerne unseres Geschäftsmodells oder unsere Forschung.
00:47:55: wir messen eher die Ergebnisse.
00:47:57: also das ist dann etwas um festzustellen verfängt Hamas Propaganda in Deutschland?
00:48:03: Das ist, glaube ich, eine superspannende Forschungsfrage und sowas könnten wir gut messen.
00:48:09: Vom Ergebnis her, weil wir sehen wie Meinungen sich verändern, Ansichten verändern Ängste sorgen.
00:48:15: Aber jetzt diesen Weg genau aufzeichnen.
00:48:19: Wir machen auch qualitative Forschung, aber es ist nicht unsere Kernkompetenz.
00:48:24: Eine letzte Frage vielleicht in Richtung Zukunft Was sind die Generationenunterschiede?
00:48:29: Merkt man, dass junge Leute vielleicht frustrierter sind?
00:48:33: Oder sind die ganz anders konstruktiver?
00:48:35: Weil sie noch zukunftsversierter sind.
00:48:37: Ist der Alte eher verbitterter?
00:48:39: hat er das Gefühl ich will viel mehr sagen.
00:48:43: also Ich habe mich in den letzten Jahren ganz oft über Generationenfragen geärgert weil wir hatten so lange dieses Bild von alle jungen Sinn für einen Klimaschutz und kleben sich auf die Straße und wann immer ich gesagt hab nö irgendwie sehen wir das in Zahlen nicht.
00:48:57: es gibt natürlich Leute Wie freitags nicht in die schule gehen und es gibt auch irgendwie dann jahrelsch später gab's auch klimakleber.
00:49:03: aber wir sehen Beispielsweise, das ging mit der europa wahl ging das dann auf einmal so in den medien wurde endlich angenommen als geschichte.
00:49:12: Wir sind vorher auch journalisten vertretern gesagt haben wir sehen relativ hohe afd zustimmungswerten in der jungen generation.
00:49:17: Dann hat das oft dann einfach medial ist um das bild gepasst was man hatte und es braucht manchmal diesen einbruch bis sich so eine erzählung dann wieder verändert.
00:49:27: Man kurz erränt auf, wie manchmal auch so Generationen Stereotypen genutzt werden und dann einfach gewisse Fakten ausgeklammert werden.
00:49:36: Was sehen wir sonst?
00:49:37: Also ich sehe schon dass diese Veränderung der Welt das die den älteren Generation deutlich mehr Sorgen macht also diese Sorge vor dem Rechtsruck und dem Populismus ist in den älteren Generationen deutlich mehr gegeben.
00:49:48: Das verbinde ich damit oder interpretiere ich es so, Also am Krieg und an NS Geschichte Deutschlands irgendwie näher dran sind.
00:50:00: Auch die Aufarbeitung ganz anders durchgemacht haben in den Schulzeiten noch, ne?
00:50:04: In der Nachkriegszeit.
00:50:06: Und das ist schon etwas, glaube ich jetzt ein Stück weit immer weniger präsent wird für junge Generationen.
00:50:12: Die Geschichte ist immer weiter weg.
00:50:15: Es ist nicht mehr so eindrücklich wie es für uns noch war, deren Großeltern auch irgendwie wirklich im Krieg involviert waren.
00:50:23: Ja, das ist eine Herausforderung.
00:50:25: Weil dies natürlich auch Menschen anfälliger macht für Populismus.
00:50:29: Die Jungen haben zwar eine andere Digitalkompetenz aber sie haben nicht mehr die ganz große Distanz, sondern nicht so viel Angst vor der AfD in Summe.
00:50:39: Noch mal zur Frage, dass wenn die jüngeren AfD-Nahwählen das nicht so richtig ins Bild passt und vielleicht von Medien auch nicht richtig aufgegriffen wird.
00:50:47: Das passt ja zu diesem generellen Vorwurf an irgendwie Halbwahrheiten, Fake News, Desinformation.
00:50:52: Hast du das Gefühl?
00:50:53: Nicht nur in der Trump-Regierung sondern eben auch bei uns, dass wir uns entfernen auch von einer Wissenschaftlichkeit und weniger einer Wahrheit verpflichtet sind, auch von Institutionen her und Akteuren, die eigentlich das leisten müssten?
00:51:06: Oh, das ist eine schwere Frage!
00:51:11: Ich finde, wir sind in Deutschland noch sehr weit von entfernt dieser Dystopie.
00:51:16: Da kommt aber jetzt auch mein Beis zum Tragen, dass ich schon mit vielen klugen Leuten regelmäßig sprechen darf und das Gefühl habe es beschäftigen sich viele Menschen genau solchen Fragestellungen.
00:51:26: Aber die Gefahr ist natürlich gegeben.
00:51:28: also weil was mir immer wieder auffällt ist egal in welches Thema es geht wenn's ein populistischer These gibt dann ist es bisschen oft.
00:51:36: Menschen in der Mitte waren es nicht gefordert, eine einfache Gegenantwort auf den Populismus zu finden.
00:51:42: Also ich glaube wir sitzen ja in Berlin und hier beschäftigt viele Akteure dieses ganze Enteignungsthema was von einer politischen Richtung sehr stark gespielt wird.
00:51:52: hier Enteignung klingt erst mal einer leichten Lösung und die leichte Gegenantwort, die fehlt aber immer so ein bisschen.
00:51:58: Man würde es immer inhaltlich antworten.
00:52:00: Aber da ist das einfache populistische Gegenbegriff auf Entegnungen zu setzen, ist wahnsinnig schwer.
00:52:06: Und es sind so vielen Fällen, dass der Kampf gegen den Populismus und der Vereinfachung schon einer ist, der uns auch fordern wird.
00:52:15: Wie denkt der Deutsche über Digitalisierung?
00:52:21: Das ist eine sehr breite Frage!
00:52:24: Was wir schon sehen ist, dass in eigentlich fast allen Digitalisierungsthemen sich die Gesellschaft ein bisschen aufteilt.
00:52:31: Es gibt die Frontrunner und es gibt diejenigen, die sich damit sehr stark auseinandersetzen und es sind andere, die irgendwie immer noch gar nicht mit solchen Themen auseinander sitzen.
00:52:41: Mittlerweile sehen die Menschen natürlich mehrheitlich Vorteile der Digitalisierung.
00:52:45: Sie begreifen heute aber auch was anderes darunter als vor einigen Jahren.
00:52:48: Das Digitalisierungs-Effekt viel konkreter geworden.
00:52:51: Wir versuchen auch immer mit Begriffen sehr sparsam zu sein, weil wir dann eher auf konkrete Anwendungsfälle gehen.
00:52:57: Also zum Beispiel großer Wunsch mehr digitale Services vom Staat zu erhalten.
00:53:04: Ich will nicht mehr aufs Amt gehen für jeden einzelnen Vorgang.
00:53:08: Die möchte ich digital haben.
00:53:10: oder findet man große Zustimmung.
00:53:13: Man kann aber natürlich auch sehen dass Menschen sich Sorgen vor Missbrauch.
00:53:18: die Sorgen führen aber nicht unbedingt in Eine Anti-Haltung.
00:53:22: Wir sehen das ja, dass die Deutschen dann dennoch die Services auch alles nutzen, die ihnen dann angeboten werden.
00:53:27: Sobald sie die verstanden haben und sich zum ersten Mal trauen, sie zu benutzen und die Convenient genug sind.
00:53:32: In welche Richtung gehen die Sorgen und Ängste?
00:53:34: Also eher so diese große AI und Deepfakes oder ich vermisse, dass da ein Postschalter wirklich einen Mensch steht mit dem ich reden kann?
00:53:43: Die Leute gibt es bestimmt um Postschalter, die Menschen vermissen Und ich glaube, das wird zunehmend auch immer wichtiger werden.
00:53:50: Wie kommt mit menschlicher Kontakt organisiert?
00:53:53: Auch mit dem Staat!
00:53:55: Ich glaube es muss möglich sein dass wir so viel wie möglich digital abwickeln.
00:53:58: aber du musst andere Berührungspunkte mit dem Start schaffen und das sehen wir auch bei Unternehmen.
00:54:03: Bei Banken sieht man das ja sehr steutlich.
00:54:05: also wenn du mal eine Sparkasse nimmst die würde auch immer gucken was sie alle Services genauso digital wie eine Direktbank anbietet.
00:54:13: Das ist zumindest der Anspruch.
00:54:15: Und gleichzeitig merken sie aber schon, dass der Kontakt zum Kunden und die Vernetzung vor Ort das Sponsoring des Fußballvereins usw.
00:54:24: Das ist etwas, was mit der Marke so einhergeht und was irgendwie Verbundenheit und auch Kundennähe weiterhin schafft.
00:54:30: Ich glaube dieses Sparkassenbeispiel ist, ob man auf den Staat übertragen müssen.
00:54:35: Also menschliche Nähe und das Raus ins Analoge wird ein großes Thema werden.
00:54:42: Ansonsten sehen wir vor allem Sorgen, was den Umgang mit dem Daten-Angehdaten missbraucht.
00:54:47: Könntest du dir noch mal vorstellen, dass wenn ihr euer Geschäft ausweitet das jetzt tatsächlich nochmal im Straßenbild rumsteht und Leute befragt?
00:54:56: Und man wirklich an einer Zuckung und an einer Lautstärke noch einmal anders vielleicht energetisch qualitativ Dinge ablesen kann die man online vielleicht gar nicht erfragen kann?
00:55:06: Ja also für die quantitative Forschung nee... muss aus meiner Sicht nicht sein.
00:55:12: Also gibt es sicherlich Anwendungsfälle, für die das sinnvoll ist.
00:55:15: Für was wir machen brauchen wir's nicht.
00:55:17: Was ich aber total spannend finde, ist immer der Einsatz von Fokusgruppen bei einem Kollegen, der sehr... viele Fokusgruppen macht.
00:55:22: Das heißt, man kommt mit Menschen zusammen an einen Ort und guckt eben auch, dass man über gewisse Themen ins Gespräch kommt.
00:55:28: Und das ist natürlich spannend.
00:55:30: und da mehr Diebtalves hier und da machen zu können.
00:55:33: Das würde ich mir immer wünschen.
00:55:34: Ich würde mir aber auch so viel... Ich würde mich auch wünscht, dass wir es vielmehr mit unserem Datenschatz arbeiten, den wir haben.
00:55:38: Das ist halt immer als kleines Unternehmen muss man sich mal ein bisschen fokussieren.
00:55:43: Wir arbeiten auch viel mit Unis immer wieder zusammen die dann auch einzelne Forschungsfragen begleiten.
00:55:47: Man könnte unendlich viel machen Aber es ist dann doch eine Frage des Fokuses.
00:55:51: Janina, vielen Dank für die Gespräche.
00:55:53: Sehr gerne!
00:55:58: Das war AFK mit Janina Mütze von Civay.
00:56:13: Wir haben gehört wie moderne Demoskopie geht Dass sie Kunst ist Die richtige Frage zu stellen Und aus der Antwort das Richtige abzuleiten.
00:56:23: Wir haben über Transformation Über Angst und Populismus gesprochen Und darüber Wie Meinungsforschung helfen kann Zuversicht zurückzugewinnen.
00:56:32: Vielen dank an Janina Und ich freue mich, wenn wir uns beim nächsten Mal wieder hören.
00:56:37: Das war AFK
00:56:38: und ich bin Jana Kinnert.
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